Weinregionen in Deutschland, die ihr besuchen solltet
Land der Berge, Land der Weinreben: Mit einer Rebfläche von rund 102.000 Hektar hat Deutschland allerhand feine Tropfen zu bieten. Bereit für eine kleine Weinreise?
Deutschland mag zwar viele Besonderheiten bereithalten, aber eine davon sagt uns ganz besonders zu: die hiesigen Weinbaugebiete. Von Burgunder (Spät- bis Frühburgunder) bis hin zum Riesling: Diese Weinregionen in Deutschland solltet ihr kennen – und definitiv auch besucht und verkostet haben!
Baden, Bayerischer Bodensee
Baden gilt nicht nur als das drittgrößte Weinanbaugebiet, sondern auch das mit der größten Nord-Süd-Ausdehnung und damit die größte Weinanbaufläche am See. Hier liegt auch die Wiege des deutschen Spätburgunders. Geprägt ist das Weinanbaugebiet inbesondere durch die Bodensee-Nähe und seine wärmeliebende Weinreben – darunter etwa Spätburgunder, Müller-Thurgau, Grauer Burgunder sowie Weißer Burgunder. Kurzum: Das Weinanbaugebiet Baden ist vor allem für seinen Burgunder bekannt.
Besonders besuchenswert entlang des Seeufers sind Meersburg, Nonnenhorn oder Hagnau. Jährlich finden hier unter anderem stimmungsvolle Weinfeste statt – darunter etwa das Winzerfest in Meersburg oder das „Komm und See“-Festival, das zwischen Lindau, Nonnenhorn und Wasserburg stattfindet.
Was diese Region ausmacht:
- Lage direkt bis an das Bodenseeufer
- Winzerfeste Nonnenhorn: 14. & 15.8.2026
- Komm und See: 3. & 4.7.2026
- Rebsorten: Spätburgunder, Grauburgunder, Gutedel, Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner, Traminer & Weißburgunder,


Baden-Württemberg
Wer auf der Suche nach roten Rebsorten ist, wird im zweitgrößten Rotweinanbaugebiet Deutschlands garantiert fündig. Kein Wunder, schließlich dominieren die roten Rebsorten in Württemberg mit rund 65 Prozent die hiesigen Weinberge. Damit aber nicht genug: Rund 70 Hektar bayerischer Boden (vor allem um Lindau, Wasserburg sowie Nonnenhorn) gehören weintechnisch zu Württemberg. Das gesamte Gebiet gilt damit als das viertgrößte Weinbaugebiet des Landes.
Typische Weine, die ihr hier ins Glas bekommt: Spätburgunder, Grauburgunder, Riesling oder auch Trollinger, der besonders charakteristisch für die Region ist. Ebenso eine regionale Besonderheit: der Württemberger Schillerwein, der gern im Sommer ausgeschenkt wird und aus roten sowie weißen Trauben besteht.
Was diese Region ausmacht:
- zweigrößtestes Rotweinanbaugebiet Deutschlands
- Württemberger Schillerwein
- Weinfest Freiburg: 2.–7.7.2026
- Rebsoren: Lemberger, Schwarzriesling, Spätburgunder, Trollinger, Kerner, Müller-Thurgau & Riesling

Mosel
Die 8.287 Hektar große Rebfläche an Mosel, Saar und Ruwer gilt als das älteste Weinanbaugebiet Deutschlands. Der Ursprung des Weinbaus geht hier bis auf die Römer zurück – zahlreiche Kelteranlagen aus der römischen Zeit zeigen, wie traditionsreich diese Region ist.
Insgesamt finden sich hier 5.000 Winzer*innen in 125 Orten, die ihre Rebflächen in Steil- und Terrassenlagen bewirtschaften. Das ist kein Leichtes, denn rund die Hälfte der gesamten Fläche befindet sich in Steillage mit mehr als 30 Prozent Neigung. Kultiviert werden in den sechs Bereichen des Anbaugebiets vor allem Weißweine – darunter der Elbling, der als eine der ältesten Rebsorten im deutschsprachigen Raum gilt.
Wer Wein und Steillage bei einem Besuch direkt kombinieren und vollends auskosten möchte, wird am Bremmer Calmont samt traumhaftem Blick auf die Moselschleife bei Bremm oder bei einer Weinwanderung am Römersteig glücklich.
Was die Region ausmacht:
- Steil- & Terassenlage
- sechs Bereichsgebiete
- Weinlagenfest am Moselufer Fest: 3.–5.7.2026
- Rebsorten: Elbling, Müller-Thurgau & Riesling
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Rheingau
Wer A sagt, der muss auch – früher oder später – R(iesling) sagen. Und wo wäre dieser Tropfen eher zu finden als im Rheingau, der Heimat des deutschen Rieslings? Eingebettet zwischen den steinigen Südhängen reihen sich die Weingärten zwischen alten Klöstern und Schlössern durch die Weinorte der Region.
Schon gewusst? Der Rheingau ist neben dem Riesling auch bekannt für seine Spätlese. Diese hat ihren Ursprung in der ehemaligen Zisterzienserabtei auf dem Johannisberg und wurde dort durch den berühmten „Spätlesereiter“, eine lokale Sage, im Jahr 1775 eher zufällig als bewusst entdeckt.
Neugierig geworden? Entlang der insgesamt 120 Kilometer langen Rheingauer Riesling Route laden zahlreiche Gutsschänken und Straußwirtschaften zum Verweilen und vor allem zum Verkosten der hiesigen Weine ein.
Was die Region ausmacht:
- Heimat des Rieslings
- 120 km lange Riesling Route
- Rheingauer Weinfast: 13.–17.5.2026
- Rebsorten: Spätburgunder & Riesling
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