Zwischen Käsekrainer und Konzeptkunst: Funkhaus trifft Würstelstand
Am 24. und 25. April wird der Wiener Würstelstand neu erfunden: „Hot Box On Air“ verwandelt das Funkhaus für 30 Stunden in einen hybriden Treffpunkt aus Kulinarik, Kunst und Klimadiskurs.
Vergesst alles, was ihr über den klassischen Würstelstand wisst – also Senf, Semmel, Smalltalk um drei Uhr früh. Jetzt kommt die Version 2.0: interdisziplinär, künstlerisch und mit Sendeauftrag.
Am 24. und 25. April verwandelt sich das Gelände rund um das Funkhaus Wien im 4. Bezirk im Rahmen von „Hot Box On Air“ in eine Art Paralleluniversum, in dem sich Kulinarik, Kunst und Klimadebatten gute Nacht sagen – oder besser gesagt: 30 Stunden lang wach bleiben. Denn genau so lange läuft das Spektakel – und zwar non-stop.
Radiosender trifft Würstelstand
Das Konzept ist herrlich absurd und gleichzeitig ziemlich genial: Ein Würstelstand, der wie ein Radiosender funktioniert. Oder ein Radiosender, der aussieht wie ein Würstelstand. Je nachdem, wie viele Spritzer man intus hat.
Über 20 Programmpunkte füllen das Line-up – von kulinarischen Interventionen über Talks bis zu DJ-Sets und Performances. Mit dabei sind unter anderem:
- Mara Feißt (Kulinarik trifft Kunst)
- Ursula Riegler im Talk-Format
- Scharfer René x Alles Wurst (ja, das klingt genauso gut wie es ist)
- peng! (die garantiert nicht nur leise denken)
- Estúdio Schumi (für den Soundtrack zwischendurch)
- Benny Omerzell (Musik!)
- Parvin Razavi (Kulinarik!)
- und viele mehr, die zeigen: Wien kann mehr als Schnitzel und grantig sein!
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Mehr InformationenVor Ort & im Livestream
Das Ganze läuft wie ein durchgehendes Radioprogramm – nur dass man live dabei sein kann. Publikum vor Ort ist also mehr als willkommen. Oder aber man beobachtet alles von zuhause aus im Livestream. Beides gleichzeitig ist auch möglich. Etwas komisch, aber eigentlich – warum nicht.
Zentrum wird hier übrigens das „Hot Box Building“ sein – eine architektonische Neuinterpretation des Würstelstands. Achteckig, offen, mit zentraler Theke.

Zwischen Käsekrainer und Klimadebatte
Und jetzt zum eigentlichen Clou: Hier geht’s nicht nur ums Essen (auch wenn das definitiv ein Argument ist), sondern um große Themen wie Klima, Kultur, Stadtleben. Also genau die Dinge, über die man sonst um vier Uhr früh am Würstelstand philosophiert. Nur diesmal mit Mikrofon, Konzept und Publikum.
„Hot Box On Air“ ist im Grunde was passiert, wenn Wien seine liebste Institution (Achtung sogar UNESCO-Kulturerbe!) nimmt, einmal kräftig durchschüttelt und sagt: „Machen wir doch mal was Neues draus!“ Ein bisschen Kunst, ein bisschen Kulinarik, ein bisschen Diskurs – und ganz viel Wiener Schmäh. Nur diesmal eben on air.