Camping in Europa: Mit diesen Preisen müsst ihr 2026 rechnen
Camping in Europa boomt: Immer mehr Menschen wollen ihren Urlaub am liebsten mitten in der Natur verbringen. Die Preisanalyse von PiNCAMP zeigt, wie teuer Camping in Europa dieses Jahr wird.
Im Camping-Stuhl am See sitzen, mit dem Gasherd Kaffee kochen und dem Vogelgezwitscher lauschen – so fühlt sich Camping-Urlaub an. Diese idyllische Form des Reisens liegt in Österreich auch in diesem Jahr noch voll im Trend.
Im vergangenen Jahr verzeichneten Camping- und Stellplätze in Österreich rund 8,8 Millionen Übernachtungen, ein Plus von über 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch während Camping weiterhin beliebt bleibt, steigen zugleich die Preise auf Campingplätzen in Österreich und ganz Europa.
Das Campingportal PiNCAMP hat eine Preisanalyse für 2026 veröffentlicht, die zeigt, wie sich die Campingpreise in diesem Jahr entwickeln. Berechnet wird dabei stets der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind.

Campen in Österreich boomt
In Österreich finden sich einige schöne Platzerl in der Natur – deshalb ist es auch kein Wunder, dass es zu einem der beliebtesten Campingländer Europas zählt. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind zahlt hierzulande in der Sommer-Saison 2026 durchschnittlich 56 Euro pro Nacht. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld der wichtigsten Campingdestinationen.
Aber immerhin sind die Preise nur moderat gestiegen: +8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit nur leicht über dem europäischen Durchschnitt einer Preissteigerung von 7 Prozent. Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP erklärt, warum Österreich bei Camper*innen so beliebt ist:
Attraktive Naturregionen, die Nähe zu den Alpen und zahlreiche Seen machen Österreich zu einem besonders gefragten Ziel für Campingurlaub. Diese hohe Nachfrage spiegelt sich auch im Preisniveau wider. Gleichzeitig bleibt Camping in Österreich eine attraktive Möglichkeit, Urlaub in beliebten Ferienregionen zu verbringen.
Uwe Frers

So spart ihr beim Campen in Österreich
Wenn ihr plant, in Österreich campen zu gehen, dann könnt ihr bei der Wahl des Bundeslandes einiges an Geld sparen. Denn zwischen dem günstigsten und teuersten Regionen liegt ein preislicher Unterschied von rund 27 Euro pro Nacht. Am günstigsten in Wald und Natur schläft es sich in Niederösterreich mit durchschnittlich 39 Euro pro Nacht für Familien. Am teuersten wird es für Camping-Fans in Oberösterreich (67 Euro) gefolgt von Tirol (66 Euro).
Einen Lichtblick in der Preisentwicklung gibt es: In der Steiermark zeichnet sich ein leicht sinkender Trend ab – als einziges Bundesland sinken die Preise hier, nämlich um rund 3 Prozent.
Europa: Kroatien ist am teuersten
Wer über die Grenzen Österreichs hinaus campen möchte, sollte sich zwar warm anziehen, wird dafür aber mit atemberaubender Natur und günstigeren Preisen belohnt. Laut der Analyse von PiNCAMP liegen die niedrigsten Campingpreise in Norwegen (38 Euro), gefolgt von Schweden (40 Euro) und unserem Nachbarland Deutschland (41 Euro). Das heißt: Dicke Jacke einpacken und die nordische Gemütlichkeit genießen!
In den südlichen Regionen Europas steigen die Preise dagegen deutlich. In Italien kostet eine Campingnacht durchschnittlich 63, in Kroatien sogar 73 Euro.

Günstige Preise in der Nebensaison
Generell lohnt es sich jedenfalls die Nebensaison für den nächsten Campingurlaub ins Auge zu fassen. Denn europaweit liegen die Preise in dieser Zeit durchschnittlich 29 Prozent unter dem Hochsaisonniveau. Besonders stark fallen die Unterschiede in den beliebten, zugleich auch wärmeren Reisezielen wie Kroatien, Italien und Spanien aus. Aber auch in Österreich lohnt es sich abseits der Sommerferien unterwegs zu sein: Mit rund 20 Prozent geringeren Kosten als in der Hochsaison.