Ab heute: Die Internationalen Wochen gegen Rassismus in München starten
Vom 16. bis 29. März 2026 finden in München die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Mit über 160 Veranstaltungen setzt die Stadt ein klares Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.
Für viele Menschen gehört Rassismus zum Alltag. Sie erleben regelmäßig Diskriminierung – etwa aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Identität. Umso wichtiger ist es, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.
Das Motto der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus in München lautet: „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“, um damit bewusst ein Zeichen für eine demokratische und solidarische Gesellschaft zu setzen.
Bis Ende März wird euch dazu ein breites Programm mit über 160 Veranstaltungen geboten – in Form von Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Workshops, Lesungen und Konzerten. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es spezielle Angebote.
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Mehr InformationenRassistische Narrative entlarven
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Der Rassismus der extremen Rechten und seine Resonanz in der Mitte der Gesellschaft“. Dabei geht es um rechtsextreme sowie rassistische Narrative und darum, wie sie zunehmend auch in der gesellschaftlichen Mitte übernommen werden.
Aussagen darüber, wer vermeintlich zur Gesellschaft gehöre und wer nicht, sollen im Programm kritisch eingeordnet und als rechtsextreme und rassistische Erzählungen klar benannt werden. Gleichzeitig soll diskutiert werden, wie sich ihre weitere Verbreitung verhindern lässt – und wie eine offene und solidarische Gesellschaft gestärkt werden kann.
Rechtsextreme und rassistische Erzählungen finden sich längst auch in der Mitte der Gesellschaft. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt sollen diese Narrative benannt, eingeordnet und gemeinsam Strategien entwickelt werden, wie ihnen im Alltag, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Diskurs widersprochen werden kann.
Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle für Demokratie München
Auftakt im Rathaus am 16. März
Zum Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus findet am 16. März um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion im Großen Sitzungssaal des Münchner Rathauses statt. Unter dem Titel „Wer ist das Volk? Der Volksbegriff der extremen Rechten“ diskutieren Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Kathrin Groh und Sozialwissenschaftler Dr. Ismail Küpeli über den Volksbegriff in rechtsextremen Ideologien.
Dabei geht es unter anderem um die Frage, wann solche Positionen die Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit überschreiten und welche verfassungsrechtlichen Konsequenzen es haben kann, wenn politische Parteien diesen Volksbegriff verwenden.
Die wichtigsten Infos im Überblick
- Wann? 16. – 29. März 2026
- Was? Vorträge, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte & Workshops
- Wie? Öffentliche Veranstaltung – ohne Anmeldung zugänglich
- Das vollständige Programm findet ihr online.