Literatur, Protest & Kunst: Das Literaturfest bringt internationale Gäste nach München
Bereits zum 16. Mal wird München zum Treffpunkt für Literaturbegeisterte: Von 21. bis 30. April lädt das Literaturfest München zu einem vielseitigen Programm rund um das diesjährige Motto „FREIHEIT“ ein. Wir haben alle Infos.
Freiheit – ein Begriff, der für viele ein grundlegendes Bedürfnis beschreibt und doch gerade in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich ist. Genau diesem Spannungsfeld widmet sich das Literaturfest München 2026 und beleuchtet das Thema in all seinen Facetten: politisch, gesellschaftlich und künstlerisch.
Kuratiert wurde das Programm von der rumänisch-schweizerischen Autorin Dana Grigorcea, die gemeinsam mit internationalen Gäst*innen zu Lesungen, Diskussionen und interdisziplinären Formaten einlädt, in denen Freiheit gemeinsam neu gedacht und hinterfragt werden soll.
Neu ist dieses Jahr, dass sich das Festival auch stärker hin zu anderen Kunstformen öffnet: Neben Literatur stehen auch Musik, Film und Performance auf dem Programm. Besucher*innen erwartet ein abwechslungsreicher Mix aus Veranstaltungen – von Workshops über Talks bis hin zu Late-Night-Kino und Ausstellungen. Ergänzend dazu bietet die „Münchner Schiene“ spannende Einblicke in das Handwerk des Schreibens und den Entstehungsprozess von Literatur.
Viele Veranstaltungen sind kostenlos zugänglich, für einige braucht ihr jedoch Tickets. Schnell sein lohnt sich: Die Eröffnungsveranstaltung ist bereits ausverkauft.
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Mehr InformationenFreiheit aus unterschiedlichen Perspektiven
Das Festival zieht internationale, namhafte Gäste nach München, dazu zählen unter anderem der österreichische Schriftsteller Robert Menasse, die britische Autorin Sharon Dodua Otoo, Friedenspreisträger Navid Kermani sowie die deutsche Autorin Helga Schubert. Auch musikalisch ist das Event hochkarätig besetzt – etwa mit dem US-Musiker Daniel Kahn, der Bayerischen Staatsoper und den Münchner Kammerspielen.
Insgesamt gibt es viele spannende Diskussionen und Events zu erleben beim diesjährigen Münchner Literaturfest. Besonders eindrücklich wird womöglich der Programmpunkt am 22. April 2026 mit Yirgalem Fisseha Mebrahtu, Yassin Al-Haj Saleh und Meral Şimšek: Drei Autor*innen, die über Haft, Flucht und Exil sprechen und zeigen, wie Literatur und Musik zu Formen des Widerstands werden können.
Doch auch am 27. April erwartet euch ein spannendes Event, das sich der Frage widmet, ob Freiheit im Ernstfall auch mit Waffen verteidigt werden muss. Der Journalist und ehemalige Dolmetscher für ukrainische Soldaten Artur Weigandt sowie die Autor*innen Ole Nymoen und Mithu Sanyal diskutieren über Pazifismus, Wehrpflicht und persönliche Verantwortung im Kriegsfall.
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Mehr InformationenDen Abschluss (30. April) bildet der Abend „I have a dream“, der anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit der USA fragt, was vom „American Dream“ heute noch geblieben ist.
Falls ihr selbst nicht vor Ort sein könnt, gibt es bei den einzelnen Veranstaltungen auch die Möglichkeit kostenlos online dabei zu sein.
Alles rund um das Handwerk
Und als wäre das noch nicht genug, gibt es mit der „Münchner Schiene“ auch ein kostenfreies Zusatzprogramm. Kuratiert von Christina Madenach und Christian Schüle, rückt es die Entstehung von Literatur selbst in den Fokus: In insgesamt 18 Veranstaltungen wird der Schreibprozess als Zusammenspiel von Handwerk, Austausch und kreativer Zusammenarbeit erlebbar gemacht. An ganz unterschiedlichen Orten in der Stadt – von klassischen Literaturhäusern bis hin zu ungewöhnlichen Locations – wird Literatur nicht nur präsentiert, sondern als lebendiger, gemeinschaftlicher Prozess erfahrbar.
Neben Lesungen, Talks, Performances und Ausstellungen gibt es auch interaktive Formate für Besucher*innen zu entdecken: etwa „Silent Reading“ Workshops, Comic-Workshops, gemeinsames Lesen oder Spaziergänge mit Autor*innen durch die Stadt.
Die wichtigsten Infos:
- Wann? 22.4.–30.4.2026
- Was? Literatur, Musik, Kunst & Film
- Wo? Literaturhaus München & weitere Locations in der Stadt
- Wie? teils freier Eintritt, teils Tickets nötig (16 €)
- Wie noch? kostenloses Festival-Streaming (live abrufbar)
- Alle Infos zum Programm