„Host kan Genierer?!“: Wiener Linien gehen gegen Lautsprecher-Telefonate vor
Telefonieren über Lautsprecher, Musikhören ohne Kopfhörer, aber auch penetrant duftendes Essen oder Rucksäcke, die Platz wegnehmen: Die Wiener Linien wollen mit der neuen Kampagne „Host kan Genierer?!“ für ein harmonischeres Miteinander in den Öffis sorgen.
Wer kennt es nicht: Man lässt sich von der U-Bahn gemütlich von A nach B kutschieren, da beginnt plötzlich eine Person, zu telefonieren. Aber nicht einfach über Kopfhörer oder mit dem Handy am Ohr inklusive gedämpfter Stimme, nein! Das Gegenüber muss natürlich auf Lautsprecher geschaltet werden, damit auch alle anderen Fahrgäste mitbekommen, was Tante Frida heute noch zu Mittag isst.
Kampagne gegen Telefonate und Musik über Lautsprecher
Genau dieser störenden Telefonier-Praxis wollen die Wiener Linien ab sofort Einhalt gebieten: Lautes Telefonieren in den Öffis ist dabei aber nur ein Punkt, auf den die Kampagne „Host kan Genierer?!“ aufmerksam macht. Auch andere störende Geräusche wie Musik oder Videos, die gerne mal aus so manchem Smartphone dröhnen, sollen so künftig unterbunden werden. Penetrant riechendes Essen, Hunde ohne Maulkorb und der Transport von Rucksäcken werden ebenfalls thematisiert.
Rucksäcke in den Öffis
Wer sich jetzt fragt, was genau das Problem von Rucksäcken sein soll, dürfte nicht besonders oft in der Rushhour mit den Öffis unterwegs sein: Denn besonders zu Stoßzeiten, wo Sitz- und teilweise auch Stehplätze ohnehin oft rares Gut sind, werden Rucksäcke oftmals auf eigentlich freien Sitzen platziert oder demonstrativ am Rücken getragen und so unbewusst zur Stoßwaffe umfunktioniert.
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Mehr InformationenKontrollen & Strafen
Ab kommenden Montag, 9. März 2026, werdet ihr auch in der Praxis über Sujets der Kampagne stoßen. Kontrollen zu den besagten Themen sollen ebenfalls verstärkt werden. Bei Fehlverhalten wird vorerst mittels Ermahnungen darauf hingewiesen. Strafen sind aktuell nicht angedacht, so die Wiener Linien. „Es sollen sich alle wohlfühlen“, sagt Stadträtin Ulli Sima über die neue Kampagne – und da kann ihr wohl niemand widersprechen.