Sehenswürdigkeiten, die ihr in der Eurovision Song Contest-Woche 2026 sehen müsst
Schönbrunn und die Hofburg kennt jede*r – doch Wien hat abseits der typischen Postkartenmotive und TikTok-Trends noch weit mehr zu bieten. Wenn ihr während der ESC-Woche das echte Wien abseits der Massen entdecken wollt, haben wir hier ein paar Geheimtipps für euch.
Otto Wagner Kirche am Steinhof, 1140
- Baumgartner Höhe 1/Pavillon12, 1140 Wien
- täglich
- www.owa-wien.at
Wer eine Pause vom ESC-Trubel braucht, sollte zum „Lemoniberg“ fahren. Die Otto-Wagner-Kirche am Steinhof ist ein echtes Jugendstil-Juwel hoch über der Stadt. Der Name ist dabei ein typischer Wiener Insider: Da die markante, goldene Kuppel der Kirche an eine aufgeschnittene Zitrone – oder eben „Lemoni“ – erinnert, haben die Wiener*innen dem Hügel diesen charmanten Spitznamen verpasst.
Das Bauwerk leuchtet dort oben fast so sehr wie die Song-Contest-Bühne – nur eben in absoluter Stille. Otto Wagner entwarf die Kirche 1907 als Teil einer Pflegeanstalt und war seiner Zeit mit Details wie abgerundeten Möbeln und speziellen Hygiene-Features meilenweit voraus. Heute ist das Bauwerk ein weltweit gefeiertes Meisterwerk und der perfekte Ort, um zwischen Partys und Public Viewing mal kurz tief durchzuatmen und die meditative Stimmung zu genießen.

Villa Beer: Das Wohnzimmer der Moderne, 1130
- Wenzgasse 12, 1130 Wien
- www.villabeer.wien
Vergesst für einen Moment die prunkvollen Schlösser: Wenn ihr echte Wiener Architekturgeschichte ohne Selfiesticks vor euren Augen erleben wollt, müsst ihr zur Villa Beer. Dieses Juwel aus den 1930ern gilt als eines der bedeutendsten Wohnhäuser der Wiener Moderne und öffnet nach langem Dornröschenschlaf erst seit Kurzem wieder seine Türen für die Öffentlichkeit.
Architekt Josef Frank hat hier ein Raumkonzept geschaffen, das sich auch heute noch moderner anfühlt als so mancher Neubau: fließende Übergänge, riesige Fensterfronten und ein Garten, der direkt ins Wohnzimmer zu wachsen scheint. Es ist der perfekte Ort für alle, die Design lieben und ein Stück „Hidden History“ entdecken wollen, das garantiert noch nicht in jedem TikTok-Feed aufgetaucht ist. Ein echter Ruhepol mit Stil, um die Akkus zwischen den ESC-Events wieder aufzuladen.
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Mehr InformationenAusstellung: „Unstoppable!“, 1010
- Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
- DI-SO
- www.hdgoe.at
Abseits der klassischen Touristenpfade bietet das Haus der Geschichte Österreich im Jahr 2026 ein besonderes Highlight für ESC-Fans und Kulturinteressierte. Die Objektpräsentation „Unstoppable! Eurovision Song Contest Highlights im Museum“, die von 25. März bis 11. Oktober 2026 in Wien gastiert, ist Teil der Hauptausstellung und setzt österreichische ESC-Meilensteine in einen historischen Kontext.
Neben Conchitas ikonischem Kleid und visuellen Schätzen des Grand Prix von 1967 wird dabei deutlich, wie eng der Wettbewerb mit dem gesellschaftlichem Wandel verknüpft ist. Ergänzt wird das Programm durch die Web-Ausstellung „Protest, Skandale, Politik“, die tiefe Einblicke in die oft kontroversen Hintergründe der letzten 70 Jahre gewährt.

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Servitenviertel: Französisches Flair mitten in Wien, 1090
- Servitengasse, 1090 Wien
- www.servitenviertel.at
Ein Klassiker unter Wiens schönsten Grätzeln darf auch während der ESC-Woche nicht fehlen: das Servitenviertel im 9. Bezirk. Hier trifft französisches Flair auf Wiener Gemütlichkeit. Kopfsteinpflaster, schattige Gassen und kleine Cafés verleihen dem Viertel eine fast filmreife Stimmung.
Seinen Namen verdankt es dem Servitenkloster aus dem Jahr 1639. Besonders rund um Währinger Straße, Schottenring und Roßauer Lände reiht sich ein charmantes Lokal ans nächste. Donnerstags sorgt der Bauernmarkt für zusätzliches Leben. Und für alle, die auf der Suche nach einem Fotospot für den ESC-Instagram-Post sind: Das Café La Mercerie ist der optimale Ort dafür!

Verkehrsmuseum Remise, 1030
- Ludwig-Koeßler-Platz, 1030 Wien
- www.wienerlinien.at
Wer abseits des Riesenrads und der Hofburg ein richtiges Wiener Original sucht, sollte sich auf den Weg nach Erdberg machen. Das Museum der Wiener Linien ist in einer denkmalgeschützten, ehemaligen Tramway-Remise untergebracht und bietet weit mehr als nur alte „Bims“, denn das Museum ist eine interaktive Zeitreise durch eineinhalb Jahrhunderte an Wiener Stadtgeschichte.
Mit einem Audioguide im Ohr flaniert ihr durch die Hallen, bestaunt historische Schätze und könnt sogar einen Karrierewechsel in Erwägung ziehen: Im U-Bahn-Simulator könnt ihr testen, ob ihr das Zeug zum*zur Lokführer*in habt. Ein toller, unüblicher Stopp um die Institution kennenzulernen, die euch während der Eurovision Song Contest Zeit zuverlässig in die Stadthalle, zum Eurovision Village und Public Viewing bringt.
