Im autofreien (Ja, das gibt es wirklich!) Bergdorf Saas-Fee weht ein frischer Wind durch das Boutiquehotel „The Capra“ – und der trägt zum Glück ab jetzt schöneren Lippenstift. Mit zwei neuen Führungspositionen startet das familiengeführte Haus in ein Kapitel, das ganz im Zeichen von Female Leadership, ganzheitlichem Wellbeing und echter Verbindung steht. Pünktlich zum Weltfrauentag also die schönste Nachricht aus 1.800 Metern Höhe: Die nächste Generation ist weiblich. Und sie meint es ernst.
Home away from home – nur mit mehr Viertausendern
An der Spitze der inhaltlichen Neuausrichtung steht Phaedra Letrou, Vertreterin der zweiten Generation der Eigentümerfamilie und neue Partnerships & Experiences Director. Yale-Studium in Cognitive Science, einen echten Faible für Neurowissenschaft, Kultur und Design – und vor allem eine klare Vision: Wellness soll kein hübsches Add-on sein, sondern Identität.

Statt „höher, schneller, sportlicher“ setzt sie auf einen etwas anderen Zugang. Retreats sollen nicht erschöpfen, sondern stärken. Nicht optimieren, sondern erden. Ihr Anspruch: Gäste reisen nicht nur entspannt, sondern im Idealfall verändert ab – mit Routinen, die auch im Alltag zwischen Zoom-Call und Supermarkt funktionieren. The Capra soll sich anfühlen wie ein „home away from home“. Nur eben mit Kaminfeuer, Spa und Blick auf 18 Viertausender.

„Luxus ist Empathie!“
Komplettiert wird das neue Führungsduo von Viktoria Schlegel. 32 Jahre jung, über zehn Jahre internationale Luxushotellerie-Erfahrung, zuletzt Front of House Director im legendären Beau-Rivage Palace – ausgezeichnet als „Front of House Director of the Year“. Wow. Und jetzt? Jetzt geht es genau so weiter, allerdings mit Bergen statt Genfersee vor der Nase.
Ihr Credo: „Luxus entsteht heute weniger durch Perfektion als durch Aufmerksamkeit und echte Nähe.“ Heißt übersetzt: weniger steife Etikette, mehr ehrliches Interesse. Weniger Show, mehr Substanz. Dass das Haus mit nur 38 Zimmern und zwei Michelin Keys bewusst überschaubar bleibt, passt da irgendwie doch ganz perfekt ins Konzept.

Das Retreat, über das 2026 alle sprechen werden
Herzstück der Neuausrichtung – und das eigentliche Highlight – ist das „Complete Retreat“ der britischen Ernährungswissenschaftlerin Amanda Hamilton. Ein Format, das normalerweise nur in Großbritannien stattfindet – 2026 kommt es erstmals in die Schweizer Alpen. Und das auch nur einmal. Also schnell, sein, wer ein Ticket ergattert und dich damit ein einmaliges Erlebnis schenken möchte. Oder dem Partner oder der besten Freundin gleich mit.
Vom 31. Mai bis 5. Juni 2026 verwandelt sich The Capra für fünf Nächte in einen strukturierten Reset-Raum: Bewegung, evidenzbasierte Ernährung, Workshops zu Gewohnheiten und mentaler Ausrichtung. Gemeinsam mit dem Küchenteam entsteht ein saisonales, nährstoffreiches Menü, Spa-Anwendungen arbeiten mit alpinen Heilpflanzen, gesammelt in der Region und in der hauseigenen Spa-Küche verarbeitet.
Das Ziel? Kein Wellness-Kurzurlaub, sondern ein nachhaltiger Neustart. Sogar zwei Wochen Nachbetreuung nach Abreise sind inkludiert – damit die guten Vorsätze nicht schon am Flughafen wieder schmelzen. Und das kennen wir doch alle …
Die wichtigsten Infos zum Retreat im Überblick:
- 3.016 € im Einzelzimmer
- 2.177 € im Doppelzimmer
- inklusive Unterkunft, Verpflegung, Workshops, Trainingseinheiten & täglichem Spa-Zugang
- Nachbetreuung nach Abreise

Retreats als soziale Räume
Was The Capra dabei besonders denkt: Retreats sind keine Programme, sondern Begegnungsräume. Viele reisen allein an – und gehen mit neuen Perspektiven, Gesprächen und vielleicht sogar Freundschaften. Es geht nicht um Visitenkarten, sondern um Verbundenheit. Und das ist dann doch einmalig, in Zeiten wo Networken an oberster Stelle zu stehen scheint.

Doch genau das macht diese Neuausrichtung so zeitgemäß: Frauen übernehmen Verantwortung, definieren Luxus neu und stellen Gesundheit ins Zentrum – nicht als Verzicht, sondern als Qualität.
Zum Weltfrauentag könnte man also sagen: Während anderswo noch über Work-Life-Balance diskutiert wird, wird sie in Saas-Fee längst praktiziert. Auf 1.800 Metern. Mit Weitblick. Und der Extraportion Weiblichkeit.
