8 schöne Wanderungen rund um München, die ihr mit den Öffis erreicht
Der Berg ruft – und das Beste daran: Ihr müsst dafür nicht einmal ins Auto steigen. Wir haben schöne Wandertouren von leicht bis anspruchsvoller für euch, die ihr von München aus gut mit den Öffis erreichen könnt.
Sobald die Temperaturen steigen, zieht es uns nach draußen: raus aus der Stadt und hoch hinaus in luftige Höhen. Rund um München warten jede Menge Gipfel darauf, entdeckt zu werden – mit beeindruckenden Ausblicken über die Bayerischen Voralpen, herrlichen Seen und gemütlichen Almen mit Sonnenterrasse. Und das Beste: Ihr könnt das Auto getrost stehen lassen, denn alle Touren erreicht ihr auch mit Bahn und Bus.
Der Klassiker: Herzogstand
Wer noch nie auf dem Herzogstand (1.731 Meter) war, sollte das diesen Sommer unbedingt nachholen. Der Gipfel zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Münchner Hausbergen – und das völlig zurecht. Zwar teilt ihr euch den Weg mit vielen anderen Wanderbegeisterten, doch der Ausblick entschädigt für den Trubel: Im Süden glitzert der Walchensee vor der Kulisse des Karwendels, im Norden blickt ihr über den Kochelsee bis ins bayerische Voralpenland.
Am besten möglichst früh losstarten, um die ruhigere Morgenstimmung am Berg zu genießen. Die Tour erfolgt größtenteils auf einfachen Wegen – bis zum Herzogstandhaus auf einem Forstweg – und ist auch im Winter bei guten Bedingungen möglich. Wer sich den Weg hinunter ersparen will, nimmt die Herzogstandbahn.
Motivierten Frühaufsteher*innen legen wir eine Sonnenaufgangswanderung auf den Herzogstand ans Herz – der Ausblick ist einfach magisch. Aber vergesst nicht, die Stirnlampe einzupacken.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Kesselberg Passhöhe
- Schwierigkeit: mittel
- Höhenmeter: rund 840 hm
- Gehzeit: gesamt ca. 4 h
- Einkehrmöglichkeit: Herzogstandhaus (Berggasthaus)
- Anreise: BRB bis Bahnhof Kochel, weiter mit Bus 328 bis Kesselberg Paßhöhe, Kochel a. See (alternativ: Walchensee Herzogstandbahn); Fahrzeit: ca. 1h 30 min
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Mehr InformationenDer Panorama-Liebling: Brecherspitze
Die markante Brecherspitze (1.683 Meter) über dem Schliersee gehört zu den schönsten Aussichtspunkten der Bayerischen Voralpen. Da der Aufstieg vom Spitzingsee sehr beliebt ist, empfehlen wir euch eine etwas ruhigere Variante über Neuhaus.
Diese Rundwanderung ist zwar länger, dafür aber abwechslungsreicher und naturbelassener. Statt direkt über die viel besuchte Obere Firstalm aufzusteigen, führt der Weg zunächst durch das Dürnbachtal hinauf zur idyllischen Ankelalm. Von dort geht es über die Freudenreichkapelle weiter Richtung Gipfel. Oben angekommen, wartet ein beeindruckendes Panorama: Schliersee und Spitzingsee liegen euch zu Füßen, dazu reicht der Blick weit über die bayerische Bergwelt.
1000er-Tipp: Die Brecherspitze ist besonders schön am späten Nachmittag. Wer den Sonnenuntergang am Gipfel erleben möchte, kann auch die kürzere Variante vom Spitzingsattel wählen. In etwa eineinhalb Stunden geht es über die Almwiesen oberhalb der Firstalmen und den drahtseilgesicherten Westgrat hinauf zum Gipfel. Plant die Rückkehr gut und packt unbedingt eine Stirnlampe ein.
Die wichtigsten Infos
- Ausgangspunkt: Bahnhof Fischhausen-Neuhaus (Schliersee)
- Schwierigkeit: mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich, teils stahlseilgesichert
- Höhenmeter: rund 900 hm
- Gehzeit: ca. 5–6 h gesamt
- Einkehrmöglichkeit: Ankelalm
- Anreise: Mit der BRB Richtung Bayrischzell bis Bahnhof Fischhausen-Neuhaus; Fahrzeit: ca. 1 h 15 min
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Mehr InformationenDie felsige Kulisse: Kampenwand
Für ein richtig alpines Erlebnis legen wir euch die Kampenwand (1.669 Meter) ans Herz. Die gezackte Felsformation ist schon von Weitem sichtbar und macht diesen Gipfel zu einem echten Wahrzeichen der Region. Oben angekommen, findet ihr ein beeindruckendes Panorama vor: im Norden der Chiemsee, im Süden öffnet sich der Blick auf die Gipfel der Chiemgauer Alpen. Bei Föhn reicht die Aussicht sogar bis nach München.
Der Aufstieg von Aschau führt über den historischen Reitweg Nr. 22 durch schattige Wälder und über weitläufige Almflächen hinauf zur Kampenwand. Besonders schön wird die Tour ab der baumfreien Zone: Von der Gori– und Schlechtenbergalm eröffnet sich immer wieder ein fantastischer Blick auf das Chiemseegebiet. Ziel der Wanderung ist die Steinlingalm direkt unterhalb des markanten Kampenwandmassivs.
Plant genügend Zeit für eine gemütliche Einkehr ein – die Kampenwand ist nicht nur ein Gipfelziel, sondern auch ein perfekter Ort für eine ausgedehnte Pause mit Aussicht. Wer noch ganz hinauf zum berühmten Chiemgau-Kreuz möchte, nimmt von der Steinlingalm den kurzen, aber deutlich alpiner werdenden Gipfelanstieg in Angriff.
Aber Achtung: Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Parkplatz Festhalle Hohenaschau
- Schwierigkeit: mittelschwer, für den Gipfelanstieg Trittsicherheit erforderlich
- Höhenmeter: ca. 850 hm
- Gehzeit: gesamt ca. 5 h 45 min
- Einkehrmöglichkeiten: Steinlingalm, Gori– & Schlechtenbergalm
- Anreise: Mit der RE5 bis Bernau am Chiemsee, weiter mit Bus 482 Richtung Kampenwandbahn Talstation bis Hohenaschau, Schloss/Kampenwand; Fahrtzeit: ca. 2 h
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Mehr InformationenBrotzeit mit Seeblick: Hirschberg
Die Kombination aus Gipfel und See ist immer noch eine unserer liebsten. Deshalb führt uns die nächste Wanderung an den glitzernden Tegernsee. Dort besteigt ihr den Gipfel des Hirschbergs (1.668 Meter) und genießt den Blick über den See und die Bayerischen Voralpen.
Die abwechslungsreiche Rundtour startet in Scharling bei Kreuth und führt zunächst über Waldwege hinauf zur Rauheckalm. Von dort geht es über aussichtsreiche Almflächen und einen schönen Höhenrücken weiter in Richtung Gipfel. Der letzte Abschnitt führt durch Latschenfelder hinauf zum Gipfelkreuz, wo euch ein beeindruckendes Panorama erwartet. Der Rückweg über das Hirschberghaus macht die Tour perfekt für einen entspannten Bergtag mit Einkehr.
1000er-Tipp: Vergesst nicht die Badesachen einzupacken, denn eine Abkühlung im Tegernsee danach tut richtig gut.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Scharling (Kreuth), Skilift in Point
- Schwierigkeit: leicht bis mittel
- Höhenmeter: ca. 750 hm
- Gehzeit: ca. 4–5 h gesamt
- Einkehrmöglichkeit: Hirschberghaus (1.511 m)
- Anreise: Mit der BRB bis Tegernsee, anschließend mit dem Bus 356 bis zur Haltestelle Scharling Grundnerweg, Kreuth – von dort rund 15 min zum Ausgangspunkt; Fahrzeit: ca. 1 h 20 min
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Mehr InformationenDer Genussweg: Brauneck Panoramweg
Nicht jede Bergtour muss ein schweißtreibender Gipfelsturm sein: Der Brauneck Panorama-Höhenweg ist die perfekte Wahl für alle, die lieber entspannt unterwegs sind und trotzdem nicht auf spektakuläre Ausblicke verzichten möchten. Hoch über Lenggries wartet eine abwechslungsreiche Runde mit Panorama auf die Bayerischen Voralpen und das Karwendel.
Dank der Brauneck-Bergbahn startet die Tour bereits auf rund 1.500 Metern Höhe. Von der Bergstation geht es zunächst hinauf zum Brauneck-Gipfel, bevor der aussichtsreiche Höhenweg über den Vorderen Kirchstein und weiter zum Latschenkopf (1.712 Meter) führt. Der Weg verläuft entlang abwechslungsreicher Steige und vorbei an markanten Gipfeln. Zurück geht es gemütlich über mehrere Almen.
Eine Wanderung ist kein Wettrennen, also nehmt euch unbedingt Zeit für eine Einkehr unterwegs. Besonders schön ist die Stie-Alm mit ihrer Sonnenterrasse und dem Blick auf die umliegenden Gipfel.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Bergstation Brauneck-Bergbahn (Lenggries)
- Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer (Trittsicherheit erforderlich)
- Höhenmeter: ca. 450 hm
- Gehzeit: gesamt ca. 3,5–4 h
- Einkehrmöglichkeit: Stie-Alm, Strasser Alm, Quenger Alm, Tölzer Hütte, Brauneck-Gipfelhaus
- Anreise: Mit der BRB bis Bahnhof Lenggries, dann mit Bus 364 zur Talstation Brauneck-Bergbahn; Fahrzeit: ca. 1 h 15 min
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Mehr InformationenDer unterschätzte Nachbar: Breitenstein
Direkt neben dem berühmten Wendelstein, liegt ein Gipfel, der oft im Schatten seines großen Nachbarn steht: der Breitenstein (1.622 Meter). Dabei muss sich der ruhige Voralpengipfel keineswegs verstecken. Diese abwechslungsreiche Rundtour führt über Almwiesen, durch Wälder und hinauf zum Gipfel mit Ausblick über das spektakuläre Mangfallgebirge.
Der Aufstieg startet in Birkenstein bei Fischbachau und führt zunächst durch schattige Wälder und über Bergwiesen hinauf zur Bucheralm. Mit jedem Höhenmeter wird die Landschaft offener, bis schließlich der Blick auf den Wendelstein und die umliegenden Gipfel frei wird. Nach dem Gipfelerlebnis geht es über die Hubertushütte und die Kesselalm zurück ins Tal.
Besonders schön ist die Terrasse der Kesselalm auf dem Rückweg – diese eignet sich perfekt, um den Wandertag bei einer Brotzeit ausklingen zu lassen. Und als Bonus – sofern ihr noch Energie für einen weiteren Gipfel habt –, könnt ihr die Tour um den dem benachbarten Bockstein erweitern.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Birkenstein (Fischbachau)
- Schwierigkeit: leicht
- Höhenmeter: ca. 800 hm
- Gehzeit: gesamt ca. 4–5 h
- Einkehrmöglichkeiten: Bucheralm, Hubertushütte, Kesselalm
- Anreise: Mit der BRB bis Bahnhof Fischbachau (über Holzkirchen/Bayrischzell), dann mit dem Bus oder zu Fuß nach Birkenstein. Fahrzeit: ca. 1,5 h
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Der lohnende Weitblick: Hochgern
Ein Berg, den ihr zu jeder Jahreszeit besteigen könnt, ist der Hochgern (1.748 Meter) im Chiemgau. Die Tour über die Agergschwendalm und das Hochgernhaus ist zwar ein langer, aber abwechslungsreicher Wandertag, der euch am Ende mit einem der schönsten Ausblicke der Region belohnt. Der Blick reicht über die Chiemgauer Alpen, das Achental und bei guter Sicht bis zum Chiemsee – einfach herrlich.
Die klassische Wanderung startet in Marquartstein und führt über die Agergschwendalm und das Hochgernhaus stetig bergauf. Zunächst geht es durch Wälder und über breite Wege, bevor die Landschaft mit jedem Höhenmeter offener wird. Besonders schön ist der letzte Abschnitt: Vom Hochgernhaus führt ein aussichtsreicher Steig über den grasigen Rücken hinauf zum Gipfel, wo euch ein beeindruckender Rundumblick erwartet.
Unser Tipp: Die Sonnenterrasse vom Hochgernhaus bietet den perfekten Zwischenstopp auf dieser langen Tour.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Burg Marquartstein
- Schwierigkeit: mittel (konditionell anspruchsvoll)
- Höhenmeter: ca. 1.100 hm
- Gehzeit: gesamt ca. 6,5 h
- Einkehrmöglichkeit: Agergschwendalm, Hochgernhaus, Enzianstüberl
- Anreise: Mit der BRB bis Prien am Chiemsee, dann mit dem Bus nach Marquartstein; Fahrzeit: ca. 1,5–2 h
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Mehr InformationenKleiner Gipfel mit großer Aussicht: Zwieselberg
Direkt über Bad Tölz erhebt sich mit dem Zwieselberg (1.348 Meter) ein Gipfel, der zwar nicht zu den höchsten der Region zählt, sich aber perfekt für eine schöne, gemütliche Wanderung eignet. Und auch wenn es weniger Höhenmeter sind, tut dies dem Ausblick nichts ab: Vom Gipfel reicht der Blick zur Benediktenwand, ins Karwendel und zum Rofan; bei klarer Sicht sogar weit über die Bayerischen Voralpen hinaus.
Die Rundtour führt von der Waldherralm zunächst über Forstwege und einfache Bergpfade durch den Wald bergauf. Der Anstieg ist größtenteils gemütlich, nur einzelne Passagen werden etwas steiler. Je näher ihr dem Gipfel kommt, desto mehr öffnet sich die Landschaft – bis schließlich der freie Gipfelbereich mit seinem Panorama wartet. Gerade weil die Tour vergleichsweise kurz ist, eignet sie sich perfekt für einen spontanen Bergtag oder eine Feierabend-Runde.
1000er-Tipp: In der Waldherralm findet ihr eine gemütliche Terrasse und sogar einen Streichelzoo mit Lamas – perfekt für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Wer noch Lust auf mehr hat, kann den Zwieselberg auch mit einem Abstecher zum Blomberghaus verbinden.
Die wichtigsten Infos:
- Ausgangspunkt: Waldherralm bei Wackersberg (Bad Tölz)
- Schwierigkeit: leicht
- Höhenmeter: ca. 620 hm
- Gehzeit: gesamt ca. 3–3,5 h
- Einkehrmöglichkeit: Waldherralm, Blomberghaus (mit Umweg)
- Anreise: Mit der BRB bis Lenggries, dann mit dem Bus bis
Höfen (Wackersberg), Schule, von dort ca. 20 min zum Parkplatz Waldherralm; Fahrtzeit: ca. 2 h
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