Michi mampft: So schmeckt’s in der Buschenschank in Residence in Grinzing
In meiner Kulinarik-Kolumne Michi mampft berichte ich Woche für Woche von meinen kulinarischen Entdeckungen in Wien. Diesmal habe ich die Buschenschank in Residence in Grinzing getestet und verrate dir, was dich hier so alles erwartet und ob sich ein Besuch auszahlt.
Was ich an der Wiener Heurigenszene so liebe? Hier koexistieren alteingesessene Heurigen-Hasen und moderne Weingüter Tür an Tür friedlich nebeneinander. Ein wunderbares Beispiel dafür ist Jutta Ambrositsch, die als damalige Quereinsteigerin seit 2004 mit Leidenschaft exzellente Weine keltert.
Ein paar Wochen im Jahr – die Aussteckzeiten werden immer auf der Website verkündet – schenkt sie ihre mittlerweile in der Wiener (Natur-)Weinszene längst etablierten Tropfen wie Rakete oder Kosmopolit – das sind jedenfalls meine Favoriten – in ihrer Buschenschank in Residence in Grinzing aus.
Heurigenjause trifft Naturweine
Hier trifft uriges Heurigen-Ambiente auf Hipster-Vibes und auf köstliches Essen, das zwar nicht ausschließlich Buschenschank-typisch ist, aber dennoch (oder gerade deshalb?) quer durch die Bank richtig gut schmeckt. Dafür arbeitet sie ausschließlich mit hiesigen Kleinproduzent*innen zusammen – etwa mit Käsefachmann Robert Paget oder mit den Fischexpert*innen der Familie Kulmer.
Das Ergebnis: Klassische Schmankerl wie Aufstrichbrote, Knackwurst oder Räucherforelle, aber auch jede Menge ausgefallene Gerichte. Und weil das alles unheimlich spannend klingt, habe ich mich (zugegebenermaßen nicht zum ersten Mal) quer durch die Karte gemampft.
Ein bisschen Scharf muss sein!
Mein Highlight des Abends war die Rinderzunge mit hausgemachtem Öl, Sichuanpfeffer, fermentierten Bohnen und Frühlingszwiebeln (das Gericht ganz links hinten im Bild unten; 11,90 Euro). Eine echte Geschmacksexplosion von angenehmer Schärfe und leichter Säure, einfach nur wow!
Knapp dahinter landet der Presskopf Saigon mit Ei, Schlangenbohnen, Fischsauce und Grünzeug on top (rechts unterhalb der Rinderzunge; 13,90 Euro). Auch diese Speise war nicht nur perfekt abgeschmeckt, sondern auch leicht scharf. Vielleicht nicht unbedingt das perfekte Essen bei 38 Grad, geschmeckt hat’s aber trotzdem wahnsinnig gut!

Du willst Michi mampft vor allen anderen lesen? Dann abonniere meinen Wien Newsletter, denn jeden Montag erscheint darin eine neue Ausgabe:
Melde dich zum Wien Newsletter an!
Die besten Tipps für Wien in deinem Postfach: Angesagte Events, spannende Neueröffnungen, exklusive Gewinnspiele und vieles mehr.
Etwas passender im Hochsommer sind da schon der sommerliche Salat mit Rot- und Sauerklee, Salzmelde, Estragon, Verveine, Ysop, Hirtenkäse und Olivenöl (rechts oben; 11,90 Euro). Wunderbar leicht und erfrischend, Sommer am Teller in Bestform!
Auch die Bio-Mortadella mit Senf-Kapernvinaigrette (zu sehen am Titelbild des Artikels ganz rechts; 9,50 Euro) erfreut nicht nur den Gaumen, sondern auch das von der Hitze geplagte Gemüt.

Geschmacksexplosionen für geübte Gaumen
Aber auch auf der regulären Karte warten ein paar Schmankerl. Meine klaren Empfehlungen: die Räucherforelle mit Gurken-Dill-Salat (12,90 Euro) sowie der gemischte Käseteller mit Spezialitäten von Ziege und Wasserbüffel und mit hausgemachtem Quittenkäse (leider nicht fotografisch festgehalten; 14,90 Euro). Kleine Vorwarnung zum Käse: Da warten ein paar richtige Aromabomben, der ist also nichts für ungeübte Gaumen!