Michi mampft (beim WM Public Viewing): So schmeckt’s im Gleis//Garten in Meidling
In meiner Kulinarik-Kolumne Michi mampft berichte ich Woche für Woche von meinen kulinarischen Entdeckungen in Wien. Diesmal habe ich den Gleis//Garten in Meidling getestet und verrate dir, was dich hier so alles erwartet und ob sich ein Besuch auszahlt.
Gustav Mahler hat es schon gewusst und es stimmt einfach immer noch: In Wien läuft eben alles etwas gemütlicher als in der restlichen Welt. Das hat zwar seine Vorteile (Stichwort Wiener Gemütlichkeit), aber auch den Nachteil, dass viele spannende Ideen erst mit Verspätung auch bei uns aufschlagen. Das Konzept der Food Courts ist so eine Sache.
Während Timeout-Märkte und Co. aus internationalen Metropolen längst nicht mehr wegzudenken sind, war in Wien diesbezüglich lange tote Hose. Viel zu lange, wenn du mich fragst. Bis im Herbst 2023 der Gleis//Garten in der alten Remise der Badner Bahn in Meidling eröffnet hat: neun Gastrostände, zwei Bars, eine Brauerei und jede Menge Platz für Sitzgelegenheiten drinnen und draußen sowie verschiedene Events, die hier bis heute regelmäßig stattfinden.
Wenn die Welt einmal untergehen sollte, ziehe ich nach Wien, denn dort passiert alles 50 Jahre später.
Gustav Mahler
Food Court trifft Event-Location
Ich war schon öfter hier, aus aktuellem Anlass erst wieder vor ein paar Tagen: Ich habe die Location nämlich für ein WM-Public-Viewing besucht. Und ich wäre nicht Michi, wenn ich mich dabei nicht auch ordentlich durch den Food Court gemampft hätte!
Ich mag es im Gleis//Garten generell sehr. Nicht nur das Ambiente ist einzigartig und klug durchdacht, außerdem finden hier regelmäßig (meistens kostenlos zugängliche) Events wie Kinovorstellungen, Spieleabende oder eben Public Viewings statt.
Noch dazu hat man hier die Qual der Wahl, wenn es ums Essen und Trinken geht. Immerhin stehen neun Gastrostände zur Auswahl. Für mich als notorischen Nicht-entscheiden-Könner nicht unbedingt der größte Spaß. Bis jetzt habe ich aber keine meiner Essensentscheidungen bereut.
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Mehr InformationenTipp 1: Streetfood aus Thailand
Weil aber leider auch mein Hunger nicht unendlich ist, konnte ich an bei meinem Besuch zwar nicht alle Lokale testen, dafür möchte ich dir aber von meinen Highlights berichten: Mein absoluter Favorit des Abends war das thailändische Lokal Muang Thai Street Food.
Das Team zaubert hier nicht weniger als eines der besten Pad Thais der Stadt. Egal, ob mit Tofu und Gemüse (13 Euro) oder mit Huhn (14 Euro): Recht viel besser kann man das Teil nicht zubereiten und würzen. Einfach top!

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Tipp 2: Trixie Kiddo’s
Wer Bock auf Fleisch hat, sollte beim Stand von Trixie Kiddo’s Smoked BBQ vorbeischauen. Ich bin Fan vom Stammhaus am Urban-Loritz-Platz – so zarte Ripperl und derart perfekt gesmoktes Brisket habe ich bis dato nur selten in Wien bekommen.
Im Gleis//Garten gibt’s ein Best-of der Karte. Meine Begleitung hat sich für den Jalapeños Smash Burger (15 Euro) und Parmesan Fries (6 Euro) entschieden. Der Burger war grundsolide, mein Favorit ist und bleibt aber das Brisket (13 Euro pro 100 Gramm).
In Kombination mit den Fries ist das – zugegebenermaßen – eine echt brutal-deftige Kombination, die ich im Hochsommer ehrlicherweise nicht weiterempfehlen kann. Besonders, weil die Fries mit ordentlich Parmesan und Mayo im Gepäck daherkamen – von beidem zu viel für meinen Geschmack.

Tipp 3 & mein Highlight: Fried Chicken
Last but not least gibt’s dann noch einen Foodstand, der sich auf eine Sache spezialisiert hat: Fried Chicken – egal ob im Burger oder als Stand-Alone-Gericht inklusive Pommes (15 Euro; rechtes Bild). Nachdem ich in puncto Fried Chicken schon einige Fehlgriffe in Wien gemacht habe, war das endlich wieder mal eine sehr positive Überraschung!
Das Fleisch war komplett zart, vom ersten bis zum letzten Bissen. Die Panier wunderbar knusprig und noch dazu komplett trocken und nicht so durchgefettet, wie man es von so mancher Konkurrenz kennt. Perfekt zum Essen mit den Fingern.
Die Krone hat dem Ganzen dann noch eine hausgemachte BBQ-Sauce aufgesetzt – optimale Schärfe und starke Säurenoten inklusive. Genau so mag ich das!
Apropos Panier: Bleibt nur noch zu hoffen, dass das österreichische Nationalteam bei den kommenden Partien nicht – so wie ich – vor lauter Essen den Fokus auf das Fußballmatch verliert. Also: Am besten einfach am Sonntag um 4 Uhr früh Algerien panieren und schnurstracks in die K.o.-Phase aufsteigen!
