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Die schönsten Strecken zum Radfahren im Südburgenland
Raus aus der Stadt, ab in die Weinberge: Das Südburgenland lockt mit herrlichen Radwegen, feinem Wein und den gemütlichsten Kellerstöckln. Und das Beste: Bei den meisten Radtouren kommt ihr komplett ohne Auto aus.
Wann habt ihr zuletzt so richtig abgeschaltet? Wenn die Sehnsucht nach Natur, gutem Essen und einer Brise Gegenwind mal wieder kickt, haben wir den perfekten Ort für euer nächstes verlängertes Wochenende. Das Südburgenland ist ein wunderbares Eldorado für alle, die sich nach sanfter Bewegung, regionalen Schmankerln und echter Idylle sehnen. Und das Praktische: Ihr könnt das Auto bei den meisten Routen in der Garage stehenlassen. Denn egal, ob ihr von Wien oder Graz kommt, die Anreise mit den Öffis ist dank der Burgenland Card (die gibt’s ab der ersten Nacht im Partnerbetrieb geschenkt) kostenlos.
- Reist ihr von Wien an, leiht euch am besten in Oberwart ein Rad aus. Mit eurem fahrbaren Untersatz könnt ihr dann direkt auf die Paradiesroute Südburgenland oder den Bahntrassen-Radweg einsteigen.
- Kommt ihr von Graz, nehmt ihr auf der Linie B2 euer Rad komplett kostenlos mit ins Südburgenland und könnt in Oberwart, Bad Tatzmannsdorf oder Oberschützen direkt auf die Paradiesroute Südburgenland, den Bahntrassen-Radweg und die Mountainbike Route Burgenland Trails losstrampeln.

Radfahren und genießen im Südburgenland
Was euch erwartet? Eine weitläufige Karte zum Radfahren durchs Südburgenland aus sanften Hügeln, dem schattigen Bahntrassen-Radweg und knackigen Trails für Mountainbike-Fans. Und weil so viel Aktivität bekanntlich hungrig macht, könnt ihr unterwegs in einem gemütlichen Buschenschank einkehren. Zwischen Wein-Verkostungen, kleinen regionalen Produzent*innen und Brettljausen schaltet der Kopf ganz von alleine ab, versprochen. Das Highlight wartet dann am Ende des Tages auf euch: die Übernachtung in einem der typischen Kellerstöckl mitten in den Weinbergen. Das Angebot reicht von herrlich urig und liebevoll renoviert bis hin zu modernem Luxus. Viele Unterkünfte sind übrigens absolut haustierfreundlich, sodass auch euer Vierbeiner die Ruhe in der Natur genießen kann. Also, rauf auf den Sattel und die schönsten Routen der Region entdecken.


Idylle pur: Paradiesroute Südburgenland
Hier ist der Name sowas von Programm. Und die Paradiesroute Südburgenland beweist sogar, dass man ein großes Radabenteuer tatsächlich tiefenentspannt erleben kann, auch bei weiteren Distanzen. Euren Trip auf zwei Rädern startet ihr am besten direkt in Oberwart, wo ihr euch dank Radverleihmöglichkeiten auch unkompliziert ein E-Bike für den eingebauten Rückenwind schnappen könnt. Am Sattel rollt ihr dann gemütlich durch drei wunderschöne Naturparks, entlang naturbelassener Flüsse wie Raab und Lafnitz und vorbei an romantischen Weingärten, während das eigentliche kulinarische Highlight noch auf euch wartet. Entlang des Weges trefft ihr nämlich immer wieder auf die Paradiesbetriebe samt Genussläden und Buschenschenken, die ihr am vierblättrigen Kleeblatt-Qualitätssiegel erkennt. Hier unbedingt mal absteigen, Pauserl einlegen und die regionalen Schmankerl verkosten.
Als Highlights unterwegs warten außerdem: die Friedensburg Schlaining, die Thermen in Bad Tatzmannsdorf, Stegersbach und Loipersdorf zum Entspannen, das Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf sowie gute Tropfen bei jedem Stopp.
Die Paradiesroute auf einen Blick:
- Strecke: 262,2 km
- Dauer: 20 h
- Auf- und Abstieg: 2.540 hm
- Level: schwer

Mountainbike-Action: die Burgenland Trails
Falls euch nach dem ganzen Genuss der Sinn nach etwas mehr Adrenalin steht, solltet ihr unbedingt eure Mountainbikes ausführen. Am Geschriebenstein, mit 884 Metern die höchste Erhebung des Burgenlandes, warten aufregende Bike-Routen auf euch. Auf über 40 Kilometern erstrecken sich zwischen Lockenhaus und Rechnitz die Burgenland Trails, die völlig zurecht zu den schönsten Mountainbike-Arealen Europas zählen. Egal, ob ihr gemütlichen Naturgenuss wollt, mit der Familie den entspannten Head Trail auscheckt oder als Downhill-Fans nach Jumps und Steilkurven sucht: Hier kommt ihr garantiert in euren persönlichen Flow. Insgesamt stehen euch vier abwechslungsreiche Trails zur Auswahl, die sich perfekt an die natürliche Topographie anpassen und dank unschlagbarer 300 Sonnentage im Jahr sogar komplett ganzjährig befahrbar sind.

Tipp: An Samstagen, Sonntagen, Fenster- und Feiertagen bringt euch ein praktischer Bike-Shuttle-Service entspannt zu allen Parkplätzen und Einstiegsstellen. Natürlich könnt ihr euch aber auch unter der Woche einen Shuttle organisieren. Tickets dafür holt ihr euch am besten direkt im Onlineshop oder dann im Bus.
Die vier Mountainbike-Trails im Überblick:
- Familienfreundlicher Head Trail: Start: Aussichtswarte Geschriebenstein, Ziel: Parkplatz Ranch, Strecke: 1,8 km, Dauer: 0:15 h
- Aussichtsreicher Batthyány Trail: Start: Abzweigung Head Trail, Ziel: Badesee Rechnitz, Strecke: 7,6 km, Dauer: 2 h
- Anspruchsvoller Rechnitz Trail: Start: Parkplatz Ranch, Ziel: Badesee Rechnitz, Strecke: 6,2 km, Dauer: 1:40 h
- Langer Esterházy Trail: Start: Abzweigung Head Trail: Ziel: Burgsee Hammerteich/Lockenhaus, Strecke: 8,7 km, Dauer: 2:25 h

Erlebnisse unterwegs: der Bahntrassen-Radweg
Wenn ihr es entspannt und gleichzeitig geschichtsträchtig mögt, solltet ihr euch unbedingt den Bahntrassen-Radweg vorknöpfen. Die Radtour führt euch von Oberschützen bis nach Rechnitz durch acht südburgenländische Gemeinden. Und das Besondere: zur Hälfte direkt auf einer ehemaligen Bahntrasse. Weil es hier kaum Steigungen gibt, ist die Strecke familientauglich und das perfekte Ausflugsziel für alle Genussradler:innen. Und damit es im Sattel garantiert nie langweilig wird, verwandelt sich die Route Tritt für Tritt in einen Erlebnis-Radweg. Einen ersten Zwischenstopp samt Entdeckungstour könnt ihr an der vergessenen Seilbahn bei der alten Verladestation in Bad Tatzmannsdorf einlegen. Oder ihr macht später nochmal Halt für ein paar Schnappschüsse am 22 Meter langen Holzzug beim alten Bahnhof in Hannersdorf.
Tipp: Vergesst eure Badesachen nicht! Unterwegs in Burg könnt ihr euch im Badesee abkühlen und beim Infopoint archäologische Ausgrabungen bestaunen, bevor euch am Zielort Rechnitz der nächste Badesee zum abschließenden Sprung ins kühle Nass erwartet.
Der Bahntrassen-Radweg auf einen Blick:
- Strecke: 41,7 km
- Dauer: 2 h
- Aufstieg: 186 hm
- Abstieg: 202 hm
- Level: mittel

Dem Wein auf der Spur
Wer im Südburgenland in die Pedale tritt, kommt an edlen Tropfen, wild-romantischen Weingärten und urigen Einkehrmöglichkeiten nicht vorbei. Zwei traumhafte Routen für Wein- und Genussfans wollen wir euch noch zeigen:
B57 Weinidylleradweg
Auf dem nicht ganz 100 Kilometer langen B57 Weinidylleradweg erkundet ihr das kleinste, aber vielleicht romantischste Weinbaugebiet des Burgenlands. Die Route führt euch vorbei an gepflegten Reben und typischen Kellerstöckln über sanfte Weinberge wie den Eisenberg, Csaterberg oder Hannersberg bis zur historischen Kellergasse in Heiligenbrunn. Zu den Highlights unterwegs gehören das Weinmuseum Moschendorf sowie die Gemeinde Bildein mit dem Geschichtenhaus und dem Grenzerfahrungsweg.

B72 Uhudler-Radweg
Wenn ihr dem legendären Kult-Wein der Region noch ein Schlückchen näherkommen wollt, ist der gut 38 Kilometer lange B72 Uhudler-Radweg euer Place to Bike. Von Königsdorf aus radelt ihr quer durch das hügelige Herz des Uhudlerlandes bis nach Zahling und Heiligenkreuz an der ungarischen Grenze. Zwar müsst ihr bei Königsdorf zwei kurze Anstiege bezwingen, werdet im Anschluss aber mit schattigen Wäldern, Obstgärten und einer entspannten Rückfahrt entlang der Lafnitz belohnt. Tipp auch hier: Packt unbedingt die Badesachen ein, denn ein kleiner Abstecher zum Königsdorfer See sorgt für die perfekte Abkühlung zwischendurch.

Zur Info: Reist ihr öffentlich an, sind die Kellerstöckln, der B57 Weinidylleradweg und die Burgenland Trails nur bedingt gut erreichbar. Perfekt öffentlich erreichbar sind die Paradiesroute Südburgenland und der Bahntrassen-Radweg. Das Südburgenland ist aber allgemein einfach perfekt für eine kleine Auszeit. Schwingt euch aufs Rad, schlemmt euch durch die Weinberge und lasst den Tag entspannt im Kellerstöckl ausklingen. Auf der Tourismus-Webseite findet ihr alle Tipps gesammelt.