Neueröffnung in Südtirol: Castel Badia ist 1.000 Jahre alt & frischer als so manches Designhotel
Tausend Jahre Geschichte, mittelalterliches Spa und alpine Fine-Dining-Poesie: Mit der Wiedereröffnung von Castel Badia oberhalb von Bruneck bekommt Südtirol ein Boutiquehideaway, das Vergangenheit und Gegenwart elegant verschmilzt.
Castel Badia – ein Schloss oberhalb von Bruneck blickt auf mehr als ein Jahrtausend Geschichte zurück – und feiert jetzt ein Comeback, im Rahmen der Neueröffnung im Dezember, das sich gewaschen hat: Als diskretes 5-Sterne-Boutiquehideaway mit 29 Zimmern, Spa im mittelalterlichen Gewölbe und einer Küche, die mehr erzählt als mancher Reiseführer.
Von Benediktinerinnen zu Bademänteln
Ursprünglich um das Jahr 1000 erbaut, war Castel Badia später das erste Benediktinerinnenkloster der Region. Die damaligen Äbtissinnen galten als spirituelle Vorreiterinnen und Heilerinnen – heute sorgen private Saunen, Hammams und Panoramabadewannen für ähnliche Erleuchtung, nur mit mehr Schaum.
Die behutsame Restaurierung hat Originalfresken, historische Fenster und alte Innenhöfe bewahrt und mit zeitgemäßem alpinem Design verbunden. Naturhölzer, warme Dolomitenfarben, feine Stoffe – alles wirkt, als hätte man Geschichte und Gegenwart bei einem Glas Südtiroler Vernatsch miteinander bekannt gemacht.
Jedes Zimmer erzählt seine eigene Story, viele Bäder wurden gleich als „Wohnräume mit Wasseranschluss“ konzipiert. Und wer noch mehr Privatsphäre braucht, zieht ins dreigeschossige Chalet im Grünen – mit Garten, Terrasse und Blick auf die Dolomiten.

Spa mit Vergangenheit – und sehr entspannter Gegenwart
Das Spa liegt dort, wo früher Klosterzellen waren. Heute wird hier regeneriert, was der Alltag so anrichtet – inspiriert von alpiner Heiltradition und dem restaurierten Apothekergarten. Draußen dampfen beheizte Pools vor Bergpanorama, drinnen warten stille Behandlungsräume in jahrhundertealten Steinmauern. Ein Garant dafür, dass man als Gast kommt und als deutlich entspannterer Mensch wieder geht.

Fine Dining Eröffnung im Frühjahr
Für das Essen verantwortlich zeichnet Alberto Toè, einst Creative Director des Mailänder Sternerestaurants Horto. Seine Küche verbindet Kindheitserinnerungen aus der Region – von Andreas Caminada bis Norbert Niederkofler – mit internationaler Erfahrung.
Im kommenden Frühjahr (also schon sehr, sehr bald!) eröffnet das Fine-Dining-Restaurant im Herzen des Schlosses: ein gemeinsamer Tisch, langsame Fermentationen, lokale Zutaten und Gerichte, die eher wie kleine Essays schmecken. Ergänzt wird das Konzept durch die gemütlichere Stube Badia.
Nur wenige Minuten entfernt liegt übrigens der Kronplatz (Plan de Corones): im Winter mit 120 Kilometern Pisten, im Sommer mit Wanderwegen, Bike-Strecken und Panorama. Kulturfans freuen sich über hoch oben über den Wolken über das Messner Mountain Museum und LUMEN, das Museum für Bergfotografie. Und selbst wenn man das Schloss gar nicht verlässt – die Dolomiten sind immer da. Durch jedes Fenster. Von jedem Garten. Wie ein sehr photogener Mitbewohner. Nur irgendwie besser, weil deutlich ruhiger!
