7 spannende zeitgenössische Bauwerke in Tirol
Die Berge sind herausragend, die Architektur ist es auch! Zwischen Gipfeln und Gletschern findet ihr futuristische Glaswürfel, dampfende Ufos und andere spannende Werke, die aussehen als hätten Stararchitekt*innen und Science-Fiction-Regisseur*innen ein bisschen zu viel Höhenluft geschnuppert – natürlich im bestmöglichen Sinn.
In Tirol sind nicht nur die Berge herausragend, auch die Architektur erzählt spannende Geschichten. Die Natur ist dabei oft Inspiration. Macht euch bereit für spectraculäre Eisblöcke mit echtem James Bond Feeling, mystisch dampfende Kristalle und ein Duo, das so weiß ist wie Schnee und so dunkel wie der Wald. Und das Beste: Viele dieser Orte könnt ihr nicht nur anschauen, sondern gleich mit Kaffee, Shopping, Therme, Konzert oder Wanderung verbinden…
Bergrestaurant Ice Q, Sölden (2013)
- Gaislachkogl Bergstation, Dorfstraße 115, 6450 Sölden
Ein verspiegelter Glaskubus hoch oben in den Bergen, der an überdimensionale Eisblöcke erinnert …Sieht aus wie ein James-Bond-Drehort – und genau das ist er auch. Die Location ist wortwörtlich spectre-kulär. Das Beste daran: Auch ihr könnt das futuristische Gebäude erleben, in dem Daniel Craig und Christoph Waltz für Spectre als Bond und Bösewicht vor der Kamera standen. Ob im Gourmetrestaurant mit gehobener Küche, oder in der Wine & Tapas Lounge. Auf über 3.000 Metern Seehöhe erwarten euch auf dem Gaislachkogel allerlei kulinarische Höhenflüge.
Mit der 007 Elements- Erlebniswelt taucht ihr außerdem tiefer in die Bond-Welt ein. Die Stahlglas Konstruktion wurde 2013 von Johann Obermoser Architekten errichtet. Fun Fact: Der Bösewicht im Film heißt Oberhauser. Besonders spannend ist auch der Bau selbst: Durch den Permafrost ist der Untergrund ständig in Bewegung. Klassische Fundamente funktionieren hier nicht – stattdessen kommen verstell- und verschiebbare Konstruktionen zum Einsatz.
Die wichtigsten Infos:
- futuristisches Restaurant und Museum auf 3.048 Meter Seehöhe
- Drehort für James Bond „Spectre“
- Architektur von Johann Obermoser
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Mehr InformationenRathausGalerien, Innsbruck (2004)
- Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck
- www.rathausgalerien.at
Unangefochtener Hauptdarsteller der Rathausgalerien ist das Glas. Außen spiegeln sich die Alpen wider – ein schönes Sinnbild für die Symbiose von Architektur und Natur. Im überdachten Innenraum reflektieren die bunten Dachfenster von Daniel Buren. Und Peter Koglers digital-geometrische Kunst zieht sich 37 Meter in die Höhe. Der Gebäudekomplex rund um das Rathaus umfasst neben Geschäften auch das Hotel The Penz und das 360°-Café.
Lasst euch auch den Panoramablick auf der Aussichtsplattform nicht entgehen. Vielleicht entlockt es euch ein „Oh là là“. Verantwortlich für den Gesamtlook ist schließlich der französische Stararchitekt Dominique Perrault.
Die wichtigsten Infos:
- Gebäudeensemble mit, Hotel, Café und Shops
- on Stararchitekt Dominique Perrault
- Kunst am Bau von Peter Kogler & Daniel Buren
- Panoramablick
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Mehr InformationenAqua Dome (2004)
- Oberlängenfeld 140, 6444 Längenfeld
- www.aqua-dome.at
Ein überdimensionaler Kristall, drei erhöhte Becken und mystischer Rauch sorgen seit über 20 Jahren dafür, dass man meinen könnte, in den Ötztaler Alpen seien Außerirdische gelandet. Die tassenförmigen Schalen sind nicht zum Wegfliegen gedacht, sondern zum Schwimmen und Treibenlassen. Der Kristall spiegelt als zentrales Element die umliegenden Berge wider. Und der Rauch, der das Bauwerk umgibt, ist schlicht dem Dampf des warmen Thermalwassers geschuldet.
Errichtet wurde das imposante Ensemble von Wolfgang Vanek vom Büro Holzbauer & Partner. In den letzten Jahren wurden zudem einige Bereiche durch die BWM Architekten renoviert.
Die wichtigsten Infos:
- Gebäudeensemble mit Therme, Hotel und Gastronomie in Tirol
- futuristische Architektur im Dialog mit den Bergen
- 12 Innen- & Außenbecken

Bergisel Schanze (2002)
- Bergiselweg 3, 6020 Innsbruck
Schon einmal darüber nachgedacht, dass auch eine Skisprungschanze aufregender aussehen kann als eine schlichte Rutsche? Überzeugt euch in Innsbruck selbst davon. Denn mit der Bergisel Schanze hat die irakisch-britische Architektin Zaha Hadid der Stadt einen markanten Turm vermacht, der einem Wahrzeichen gleicht. Die Stätte, die übrigens schon seit fast 100 Jahren als Sprungschanze fungiert und drei Olympiaden verzeichnet, ist seit 2002 ein Meisterwerk organischer Architektur. Dabei ist sie nicht nur Sportstätte, sondern auch Restaurant und Eventlocation.
Die Schanze kann natürlich auch ganz normal besichtigt werden. Und ja: Der Ausblick von der Startplattform ist schon ein bisschen respekteinflößender als, wenn man ihn nur von unten oder im TV sieht.
Die wichtigsten Infos:
- Skisprungschanze in Innsbruck von Zaha Hadid
- Restaurant Bergisel Sky, Aussichtsplattform & Stadion
- Olympia-Austragungsort
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Mehr InformationenCafé 3440 (2012)
- , 6490 Mittelberg
Welches das beste Kaffeehaus Österreichs ist, darüber dürft ihr streiten. Welches das höchste ist, lässt sich aber eindeutig sagen. Der Name verrät es schon. Auf 3.440 Höhenmetern ragt das Gebäude des Architekturbüros Baumschlager Hutter Partners wie eine Schneewechte über den Gipfel des Hinteren Brunnenkogels. Die Anreise vom Tal aus dauert 20 Minuten und umfasst zwei Verkehrsmittel. Den einer schrägen U-Bahn ähnelnden Gletscherexpress und die Wildspitzbahn, deren Bergstation direkt in das Café übergeht.
Was euch hier oben erwartet? Buchweizentorte mit Preiselbeermarmelade zum Beispiel oder eine Cremetorte mit heimischer Zirbe. Und natürlich Kaffee. Falls ihr es euch nicht schon selbst gedacht habt, sei euch an der Stelle übrigens noch gesagt, dass sich die Höhe nicht nur auf die Lage bezieht, sondern auch auf die Preise. Man muss sich ja schließlich auch überlegen, wie hier alles heraufgekommen ist …
Die wichtigsten Infos:
- höchst gelegenes Kaffeehaus in Österreich
- höchst gelegenes Standesamt
- organische Architektur im Einklang mit den Bergen
- hausgemachte Torten und Kuchen mit heimischen Zutaten, aber auch pikante Küche
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Festspielhaus Erl (2012)
- Mühlgraben 56a, 6343 Erl
- www.tiroler-festspiele.at
Wer in Erl Festspielhaus sagt, muss auch Passionsspiele sagen. Die beiden sind ein bisschen wie Yin und Yang. Das Passionsspielhaus aus den 1950er-Jahren verschwindet im Winter fast im Schnee – weiß, unbeheizt und nur in den warmen Monaten bespielt. Sein Gegenstück aus dem Jahr 2012: das schwarze Festspielhaus von Delugan Meissl Associated Architects, das mit dem dunklen Wald dahinter verschmilzt.
Die zackige Form ist von der Erler Dornenkrone inspiriert, dem Wappenemblem der Passionsspiele. Neben dem traditionellen religiösen Schauspiel, wo etwa jeder dritte Bewohner von Erl die Leidensgeschichte von Jesus Christus auf die Bühne bringt, erklingen hier zwischen Wald und Berg auch Richard Wagner, Richard Strauss oder Wolfgang Amadeus Mozart.
Die wichtigsten Infos:
- zwei Spielstätten an einem Ort im Dialog miteinander & mit der Natur
- tradtionelle Passionsspiele alle sechs Jahre
- Tiroler Festspiele Erl: zwei Mal im Jahr
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Mehr InformationenPerspektivenweg (2017)
Dass auch ein Wanderweg modern sein kann, beweist das norwegische Architekturbüro Snøhetta. Die 2,8 Kilometer lange Route auf der Nordkette führt an zehn Plätzen vorbei, die dazu einladen, Pause zu machen, das Panorama zu bewundern und über das Leben nachzudenken. Die unterschiedlichen Stationen aus Lärchenholz und Cortenstahl sind mit Zitaten des österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein versehen.
Zu den architektonischen Elementen gehört etwa eine überragende Aussichtsplattform, die irgendwo zwischen Sprungschanze, Steg und Skulptur liegt. Um zum Startpunkt des Rundwanderwegs zu gelangen, könnt ihr bequem mit der Hungerburgbahn anreisen – das markante Werk von Zaha Hadid sorgt dabei schon unterwegs für die perfekte Einstimmung.
Die wichtigsten Infos:
- leichte Wanderroute auf der Nordkette mit 142 Metern Höhenunterschied
- 10 architektonische Elemente in Form von Bänken, Aussichtsplattformen oder -treppen
- Zitate des Philosophen Wittgenstein am Weg
- Start der Wanderung: Seegrube, 6020 Innsbruck
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