1000things Ranking: 10 Bergseen im Alpenraum, die man 2027 besucht haben muss
Wo warten die schönsten Bergseen im Alpenraum? Wir haben uns auf die Suche gemacht und für die diesjährigen 1000things Rankings zehn Favoriten ausgewählt, die mit ihrer Kulisse, ihrer Natur und dem Erlebnis vor Ort überzeugen.
Ob türkisblau, smaragdgrün oder eingebettet in eine beeindruckende Bergkulisse: Wir können uns an den tausenden Bergseen im Alpenraum kaum sattsehen. Doch nicht nur die Optik zählt: Für unser 1000things Ranking haben wir uns auch die Wasserqualität, die Artenvielfalt und das Naturerlebnis vor Ort genauer angeschaut. Dazu kommen Erreichbarkeit, Schwierigkeitsgrad der Wanderung und die Frage, ob sich nach dem Aufstieg eine Einkehr in einer Hütte anbietet. Berücksichtigt haben wir übrigens ausschließlich natürlich entstandene Bergseen.
Ein wichtiger Hinweis vorab: Bergseen sind wunderschöne, aber extrem empfindliche Naturräume. Bitte helft mit, sie zu schützen: Bleibt auf den markierten Wegen, nehmt euren Müll ausnahmslos wieder mit und achtet auf die Regeln vor Ort!
10. Wiegensee, Vorarlberg
Mitten im Europaschutzgebiet Verwall liegt auf 1.925 Metern Seehöhe der Wiegensee. Der geschützte Hochmoorsee fasziniert mit seiner einmaligen Moorlandschaft, durch die euch ein speziell angelegter Holzsteg leitet – so lässt sich die Natur staunend erkunden, ohne den empfindlichen Boden zu betreten. Spannender Fact am Rande: Der Wiegensee gilt als der älteste Stausee im Montafon.
Für einen Ausflug fahrt ihr im Sommer am besten mit der Tafamuntbahn von Partenen nach oben und wandert anschließend weiter durch die geschützte Moorlandschaft. Hier gilt: Unbedingt auf den markierten Wegen bleiben, um den sensiblen Lebensraum rund um den Wiegensee nicht zu belasten.
Wer nach der Wanderung Hunger mitbringt, macht auf dem Rückweg einen Einkehr-Stopp bei der Verbellaalpe und probiert den regionalen Montafoner Sura Kees, Gastronomie direkt am Ufer sucht ihr nämlich vergeblich.
Das Besondere am Wiegensee:
- Hochmoorsee auf 1.925 m im Europaschutzgebiet Verwall
- ältester Stausee des Montafons
- Einkehr mit Monatfoner Sura Kees auf der nahegelegenen Verbellaalpe
- striktes Badeverbot zum Schutz des Schwingrasenmoors

9. Tappenkarsee, Salzburg
Eingerahmt von steilen Felswänden liegt der Tappenkarsee auf 1.762 Metern Höhe mitten in den Radstädter Tauern. Er ist der größte Hochgebirgssee der Ostalpen und beeindruckt vor allem durch seine Tiefe von bis zu 100 Metern. Der Sage nach haust tief am Seegrund übrigens ein gefräßiger Lindwurm – die ruhige Wasseroberfläche lässt davon heute aber zum Glück nichts erahnen.
Der Weg hinauf lohnt sich allein schon wegen der abwechslungsreichen Wanderung: Gestartet wird im Kleinarltal am benachbarten Jägersee, von wo aus ein Serpentinensteig ab der Schwabalm stetig bergauf durch den Wald und vorbei an Felswänden führt.
Oben angekommen warten gleich zwei urige Einkehrmöglichkeiten auf euch: In der Tappenkarseehütte des ÖAV sowie der benachbarten Tappenkarseealm bekommt ihr deftige Brettljausen und frisch gebackenen Kaiserschmarrn mit direktem Blick auf den See serviert.
Das Besondere am Tappenkarsee:
- größter Bergsee der Ostalpen mit 100 m Tiefe
- Aufstieg ab der Schwabalm vorbei an steilen Felswänden
- zwei Einkehrmöglichkeiten: Tappenkarseehütte & Tappenkarseealm

8. Reedsee, Salzburg
Versteckt im Kötschachtal bei Bad Gastein liegt der Reedsee auf 1.831 Metern Seehöhe mitten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Der verträumte Bergsee ist umschlossen von urigen Zirbenbäumen, dichten Latschen und – im Frühsommer – blühenden Alpenrosen. Bei windstillem Wetter spiegelt sich die imposante Kulisse des Tischlerkarkopfs samt seinem Gletscher auf der Wasseroberfläche.
Der Weg hinauf hat es allerdings in sich: Für den steilen und fordernden Aufstieg solltet ihr unbedingt feste Wanderschuhe und alpine Ausrüstung mitbringen. Und auch eine Rucksackjause gehört ins Gepäck. Für eine Einkehr vor oder nach der Tour bietet sich die gemütliche Himmelwandhütte an.
Das Besondere am Reedsee:
- Bergsee auf 1.831 m mitten im Nationalpark Hohe Tauern
- Blick auf die Gipfel & Gletscher der Tischler-Gruppe
- fordernder Aufstieg: gute Kondition & feste Wanderschuhe erforderlich
- unberührte Natur ohne Gastro vor Ort, Einkehrtipp: Himmelwandhütte

7. Lichtsee, Tirol
Hoch über dem Obernbergtal thront der Lichtsee auf 2.101 Metern Höhe als gewaltiger Logensitz im Wipptal. Von hier oben habt ihr freie Sicht auf die markanten Felsgipfel der Tribulaune und den mächtigen Olperer.
Während im weiter unten gelegenen Obernberger See ein striktes Badeverbot herrscht, ist ein erfrischender Sprung in den eiskalten Lichtsee gestattet – solange ihr rücksichtsvoll mit der Natur umgeht und darauf achtet, nicht frisch eingecremt mit chemischem Sonnenschutz ins Wasser zu hüpfen.
Nach der Tour lohnt sich der Einkehr-Stopp etwas weiter unten auf der Kastnerbergalm oder im Almi’s Berghotel, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen.
Das Besondere am Lichtsee:
- Panoramasee auf 2.101 m mit freiem Blick auf Tribulaune & Olperer
- blühende Alpenrosenhänge im Frühsommer
- Abkühlung im Wasser erlaubt

6. Riffelsee, Schweiz
Der Riffelsee auf 2.757 Metern Höhe gehört zu den wohl bekanntesten Fotomotiven der Schweiz – mit der Spiegelung des Matterhorns auf der Wasseroberfläche. Erreichbar ist der Bergsee erstaunlich bequem: Die Gornergrat Bahn bringt euch bis zur Station Rotenboden, von wo aus es nur wenige Gehminuten zum Ufer sind.
Die enorme Beliebtheit hinterlässt allerdings Spuren in der sensiblen Hochgebirgsnatur. Für den Besuch gilt deshalb die goldene Regel: Striktest auf den markierten Pfaden bleiben, keine geschützten Alpenblumen pflücken und sämtlichen Müll wieder mit ins Tal nehmen.
Wer nach dem Staunen Hunger bekommt, kehrt im 3100 Kulmhotel Gornergrat – dem höchsten Hotel der Schweizer Alpen – oder im historischen Riffelhaus ein und genießt Schweizer Klassiker mit Panorama-Blick.
Das Besondere am Riffelsee:
- weltberühmte Matterhorn-Spiegelung auf 2.757 m
- bequem erreichbar über die Gornergrat Bahn (Station Rotenboden)
- striktes Wegegebot & Biotopschutz zum Erhalt der sensiblen Flora
- Einkehr im 3100 Kulmhotel Gornergrat oder Riffelhaus

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5. Zirmtalsee, Südtirol
Im Naturpark Texelgruppe liegt der Zirmtalsee auf 2.114 Metern Höhe. Seinen Namen verdankt das Gewässer dem großen Bestand an jahrhundertealten Zirbenkiefern, die das Ufer säumen und einen herrlich harzigen Duft verbreiten. Besonders im Herbst zeigt sich die Kulisse von ihrer schönsten Seite, wenn sich die Nadeln der umliegenden Lärchen leuchtend gelb und orange färben.
Die Aufstiegswanderung führt abwechslungsreich durch schattige Wälder und über Lichtungen stetig bergan bis zu diesem geschützten Hochgebirgsbiotop.
Gleich direkt am Ufer wartet ein kulinarisches Highlight: Die urige Zirmtalalm serviert hausgemachte Südtiroler Knödel, Hirschgulasch, Lammbraten und herzhafte Südtiroler Marende vor der Kulisse des Sees.
Das Besondere am Zirmtalsee:
- Bergsee auf 2.114 m im Naturpark Texelgruppe mit großen Zirbenbeständen
- urige Einkehr auf der Zirmtalalm direkt am Ufer
- geschütztes Hochgebirgsbiotop mit strengem Wegegebot

4. Wolayersee, Kärnten
Direkt am Karnischen Hauptkamm und nur wenige Schritte von der italienischen Grenze entfernt liegt der Wolayersee auf 1.951 Metern Höhe zwischen den steilen Kalkfelsen des Seekopfs.
Das strahlend türkisblaue Wasser und die gewaltige Hochgebirgskulisse machen den See zu einem der eindrucksvollsten Etappenziele entlang des Karnischen Höhenwegs. Und auch geologisch hat die Gegend enorm viel zu erzählen: Als Teil des Geoparks Karnische Alpen wandert ihr hier über hunderte Millionen Jahre alte Gesteinsschichten.
Für die wohlverdiente Einkehr direkt am Ufer sorgt die Wolayerseehütte des ÖAV, wo ihr euch nach der Wanderung mit einer herzhaften Kärntner Brettljause stärken könnt – und donnerstags und freitags sogar ein Heilmasseur auf euch wartet.
Das Besondere am Wolayersee:
- direkt an der Grenze zu Italien
- Lage am Karnischen Höhenweg & im UNESCO-Geopark Karnische Alpen
- Einkehr in der Wolayersee mit Massagemöglichkeit

3. Duisitzkarsee, Steiermark
Die Bronzemedaille unseres Bergsee-Rankings wandert in die Steiermark: Der Duisitzkarsee sichert sich den Treppchenplatz mit einer Kulisse, die vor allem im Herbst mit ihren leuchtend gelben Lärchen und der tiefgrünen Wasseroberfläche ihresgleichen sucht.
Los geht die Tour unten an der Eschachalm. Von dort könnt ihr selbst entscheiden, worauf ihr Lust habt: Der breite Forstweg führt entspannt nach oben, während der steilere Natursteig durch den Wald etwas mehr Trittsicherheit fordert. Am Ziel angekommen, habt ihr die Wahl zwischen zwei gemütlichen Einkehrmöglichkeiten direkt am Wasser: Die Duisitzkarseehütte und die Fahrlechhütte versorgen euch mit Gebirgsforelle und kräftiger Kaspressknödelsuppe.
Wichtig für alle mit Vierbeinern: Auf den Wegen hinauf zum See gilt absolutes Hundeverbot, um die Weidetiere auf den Almen zu schützen.
Das Besondere am Duisitzkarsee:
- Bergsee auf 1.648 m im Schladminger Obertal
- spektakuläres Herbstfarbenspiel durch leuchtend gelbe Lärchen am Ufer
- doppelte Hüttenauswahl mit der Duisitzkarseehütte & der Fahrlechhütte
- striktes Hundeverbot am Aufstiegsweg zum Schutz des Weideviehs

2. Obersee, Deutschland
Knapp am 1. Platz vorbei, aber mit gewaltigem Panorama im Gepäck holt sich der Obersee die Silbermedaille. Er liegt gut versteckt auf 613 Metern Seehöhe im Nationalpark Berchtesgaden direkt hinter dem Königssee.
Schon die Anreise ist ein Erlebnis: Erst gleitet ihr leise mit dem Elektroboot über den Königssee bis nach Salet, bevor ein kurzer Spaziergang entlang der Felswände zum Obersee führt. Am Ufer angekommen, blickt ihr über das glasklare, smaragdgrüne Wasser direkt auf den Röthbachfall, der am Talschluss mit über 400 Metern Fallhöhe als höchster Wasserfall Deutschlands in die Tiefe stürzt. Am hinteren Ende des Sees wartet die historische Fischunkelalm, wo ihr euch mit frischer Almmilch, dick bestrichenem Butterbrot und Bergkäse stärken könnt.
Wer unempfindlich gegenüber eiskalten Wassertemperaturen ist, darf hier wie auch im Königssee ins Wasser springen. Stand-up-Paddles, Luftmatratzen, eigene Boote und Drohnen sind im Nationalpark jedoch ausnahmslos verboten.
Das Besondere am Obersee:
- Anreise per Elektroboot über den Königssee bis nach Salet
- spektakulärer Blick auf den Röthbachfall (Deutschlands höchster Wasserfall)
- Einkehr auf der historischen Fischunkelalm

1. Körbersee, Vorarlberg
Der strahlende Sieger unseres Rankings: Der Körbersee auf 1.654 Metern Seehöhe! Zwischen den markanten Gipfeln der Braunarlspitze und des Widdersteins gelegen, hat sich das Naturjuwel schon vor etlichen Jahren den offiziellen Titel als Schönster Platz Österreichs gesichert – und das völlig zu Recht.
Erreichbar ist der See erstaunlich unkompliziert: Über eine gemütliche Wanderung ab dem Hochtannbergpass oder von Schröcken aus spaziert ihr ohne größere Strapazen direkt ans Ufer. Dort erwartet euch das traditionsreiche Berghotel Körbersee mit großer Sonnenterrasse, riesigen Panoramafenstern und feiner Vorarlberger Küche mit Blick übers Wasser.
Das Wasser besitzt beste Trinkwasserqualität und lädt an heißen Sommertagen zu einem erfrischenden Sprung ein – auch wenn 14 bis 15 Grad Wassertemperatur gewiss eine kleine Dosis Mut erfordern.
Das Besondere am Körbersee:
- 2017 offiziell zum Schönsten Platz Österreichs gekürt
- entspannte Genusswanderung ab dem Hochtannbergpass
- Einkehr auf der Sonnenterrasse des Berghotels Körbersee
