Weniger bekannte Wiener Sehenswürdigkeiten, die ihr sehen müsst
Ihrs seid zu Besuch in Wien und wollt ein paar Orte erkunden, die nicht jede*r kennt? Dann haben wir hier ein paar spannende Tipps und Ideen abseits der Massen für euch!
Schloss Schönbrunn, den Stephansdom und die Hofburg kennt jede*r – doch Wien hat abseits der typischen Postkartenmotive und TikTok-Trends weit mehr zu bieten. Wenn ihr das „echte“ Wien abseits der Massen entdecken wollt, haben wir hier ein paar coole Tipps der 1000things-Redaktion für euch.
Otto Wagner Kirche am Steinhof, 1140
- Baumgartner Höhe 1/Pavillon12, 1140 Wien
- www.owa-wien.at
Wer eine Pause vom Innenstadt-Trubel braucht, sollte zum „Lemoniberg“ fahren. Die Otto-Wagner-Kirche am Steinhof ist ein echtes Jugendstil-Juwel hoch über der Stadt. Der Name ist dabei ein typischer Wiener Insider: Da die markante, goldene Kuppel der Kirche an eine aufgeschnittene Zitrone – oder eben „Lemoni“ – erinnert, haben die Wiener*innen dem Hügel diesen charmanten Spitznamen verpasst.
Das Bauwerk leuchtet dort oben fast so sehr wie die Schönbrunn bei Nacht – nur eben in absoluter Stille. Otto Wagner entwarf die Kirche 1907 als Teil einer Pflegeanstalt und war seiner Zeit mit Details wie abgerundeten Möbeln und speziellen Hygiene-Features meilenweit voraus. Heute ist das Bauwerk ein weltweit gefeiertes Meisterwerk und der perfekte Ort, um mal kurz tief durchzuatmen und die meditative Stimmung zu genießen.

Servitenviertel, 1090
- Servitengasse, 1090 Wien
- www.servitenviertel.at
Ein Klassiker unter Wiens schönsten Grätzeln darf hier auch nicht fehlen: das Servitenviertel im 9. Bezirk. Hier trifft französisches Flair auf Wiener Gemütlichkeit. Kopfsteinpflaster, schattige Gassen und kleine Cafés verleihen dem Viertel eine fast filmreife Stimmung.
Seinen Namen verdankt es dem Servitenkloster aus dem Jahr 1639. Besonders rund um Währinger Straße, Schottenring und Roßauer Lände reiht sich ein charmantes Lokal ans nächste. Donnerstags sorgt der Bauernmarkt für zusätzliches Leben. Und für alle, die auf der Suche nach einem Foodporn-Spot für den Instagram-Post sind: Das Café La Mercerie ist der optimale Ort dafür!
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Mehr InformationenHaus der Geschichte & Co: Spannende Museen in Wien
- Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
- www.hdgoe.at
Wien hat einige große Museen zu bieten: Klassiker wie die Albertina, das kunsthistorische und naturhistorische Museum oder das Leopold im Museumsquartier sind wohl weithin bekannt – einige weitere haben wir auch in diesem Artikel gesammelt:
Abseits der klassischen Touristenpfade bietet das Haus der Geschichte Österreich einen kritischen, zeithistorischen Überblick über die jüngere Vergangenheit des Landes – hier gibt’s auch immer wieder spannende Sonderausstellungen zu sehen.
Das Wien Museum am Karlsplatz befasst sich stärker mit der Stadtgeschichte und bietet ein umfangreiches kostenloses Angebot. Außerdem betreibt das Haus weitere Standorte in der ganzen Stadt, wie etwa auch das Beethoven Museum, das Römermuseum oder Pratermuseum.

Und wer etwas ganz Außergewöhnliches und gleichzeitig Wien-Typisches sehen möchte, sollte sich etwa das Wiener Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof geben – hier spielt Wien seinen ganzen morbiden Charme exzellent aus wie kaum anderswo.
Aber auch wer es romantischer mag, wird in der Stadt rasch fündig: zum Beispiel in der Wiener Schneekugelmanufaktur, wo seit über 100 Jahren Wiener Schneekugeln gefertigt werden.
Noch nicht fündig geworden? Weitere außergewöhnliche Museen haben wir für euch hier gesammelt:
Villa Beer: Das Wohnzimmer der Moderne, 1130
- Wenzgasse 12, 1130 Wien
- www.villabeer.wien
Vergesst für einen Moment die prunkvollen Schlösser: Wenn ihr echte Wiener Architekturgeschichte ohne Selfiesticks vor euren Augen erleben wollt, müsst ihr zur Villa Beer. Dieses Juwel aus den 1930ern gilt als eines der bedeutendsten Wohnhäuser der Wiener Moderne und öffnet nach langem Dornröschenschlaf erst seit Kurzem wieder seine Türen für die Öffentlichkeit.
Architekt Josef Frank hat hier ein Raumkonzept geschaffen, das sich auch heute noch moderner anfühlt als so mancher Neubau: fließende Übergänge, riesige Fensterfronten und ein Garten, der direkt ins Wohnzimmer zu wachsen scheint. Es ist der perfekte Ort für alle, die Design lieben und ein Stück „Hidden History“ entdecken wollen, das garantiert noch nicht in jedem TikTok-Feed aufgetaucht ist.
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Verkehrsmuseum Remise, 1030
- Ludwig-Koeßler-Platz, 1030 Wien
- www.wienerlinien.at
Wer abseits des Wiener Riesenrads im Prater und der Hofburg in der Innenstadt ein weiteres Wiener Original sucht, sollte sich auf den Weg nach Erdberg machen. Das Verkehrsmuseum der Wiener Linien ist in einer denkmalgeschützten, ehemaligen Tramway-Remise untergebracht und bietet weit mehr als nur alte „Bims“ (aka Straßenbahnen), denn das Museum ist eine interaktive Zeitreise durch eineinhalb Jahrhunderte an Wiener Stadtgeschichte.
Mit einem Audioguide im Ohr flaniert ihr durch die Hallen, bestaunt historische Schätze und könnt sogar einen Karrierewechsel in Erwägung ziehen: Im U-Bahn-Simulator könnt ihr testen, ob ihr das Zeug zum*zur Lokführer*in habt. Ein toller, unüblicher Stopp um die Wiener Linien kennenzulernen!

Währinger Cottageviertel & Türkenschanzpark, 1180
- Türkenschanzpark, 1180 Wien
- www.wien.gv.at
Etwas außerhalb vom Stadtzentrum, im Randbezirk Währing, findet ihr den Türkenschanzpark. Rundherum befindet sich ein Viertel mit prächtigen Villen und eine ruhige Wohngegend, die sich super für ausgedehnte Spaziergänge eignet. Da gibt es echt einiges zu Schauen! Das ist auch ein günstiger Wiener Sightseeing-Tipp, falls ihr während eurer Eurovision-Woche auch mal etwas Geld sparen wollt.
Unser 1000things-Tipp für diese Gegend: Bei der U6 Station Währinger Straße – Volksoper aussteigen, über die Schulgasse rauf zum Kutschkermarkt spazieren, diesen und die Währingerstraße überqueren, bis ihr in der Gentzgasse landet. Dieser folgt ihr Richtung Martinstraße und biegt in die Cottagestraße ein: Willkommen im Cottageviertel! Der Türkenschanzpark ist ganz in der Nähe. Falls ihr dort Verpflegung sucht, könnt ihr außerdem im schönen Park-Restaurant der Meierei Diglas einkehren.

Wiener Kinos und Theater abseits vom Mainstream
Wer sich in Wien für Theater und Film interessiert, muss auch nicht lange suchen: Die Stadt ist sehr auf ihr künstlerisches Erbe bedacht und bietet ein vielfältiges Programm. Das Raimund Theater ist dabei etwa für seine Musical-Produktionen auch international bekannt, im Burgtheater spielt’s (relativ) klassische Theaterstücke, im Volkstheater geht’s teils schon etwas experimenteller zu. Opern- und Operettenfans werden in der Staatsoper (klassisch) oder in der Volksoper (modern) fündig.
Wen zeitgenössische, moderne Theater-Inszenierungen interessieren, sollte sich außerdem das Programm im Theater am Werk anschauen: Dieses hat eine Spielstätte im nicht touristischen Bezirk Meidling, aber auch im innerstädtischen 1. Bezirk. Und auch abseits davon bietet Wien eine Fülle von Theatern abseits des Mainstreams, die wir euch hier zusammengefasst haben:

Bei den Kinos verhält es sich ähnlich: Wien hält eine Fülle von Programmkinos bereit. Besonders empfehlen können wir etwa das Filmcasino, das 2026 vom Hollywood-Magazin „Variety“ sogar unter die 21 coolsten Kinos der Welt gewählt wurde – es punktet vor allem mit seinem cineastischen 50er-Jahre-Design.
Weitere opulente Adressen sind aber auch das Gartenbaukino oder das Stadtkino im Künstlerhaus. Wer es beim Film schauen hingegen gerne etwas schummriger und weniger herausgeputzt mag, wird etwa im Bellaria Kino oder im Top Kino seine Freude haben.
Ach und eine Sache noch: gerade im Sommer punktet Wien auch mit Freiluftbühnen und Open-Air-Kinos. Wer etwas Besonderes und Authentisches in der Stadt erleben möchte, sollte sich diese Angebote jedenfalls anschauen!
