Urlaub in Flandern mit dem Rad
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Urlaub in Flandern: Die schönste Route von Brügge bis Antwerpen

Endlose Radwege und unzählige Zwischenstopps mit Schaumkrone: Wir verraten euch, wie ihr den Norden Belgiens am schönsten entdeckt.

Mittelalterliche Städte, eine legendäre Biertradition und über 10.000 Kilometer Radwege: Kaum eine europäische Region lässt sich so entspannt entdecken wie Flandern. Dabei ist der nördliche Teil Belgiens sogar noch ein kleiner Geheimtipp. Wir zeigen euch, wie ihr die schönsten Orte Flanderns am besten erkundet – von Brügge bis nach Antwerpen.

Übrigens: Unbedingt Bike einpacken oder vor Ort ausleihen, denn Flandern ist nicht nur eine wunderbare Bierregion, sondern zählt auch zu den Top-Raddestinationen Europas und verfügt über ein dichtes und gut ausgeschildertes Radnetzwerk

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Start im märchenhaften Brügge

Der perfekte Start für eure Reise durch Flandern? Easy: Brügge. Die historische Stadt zählt zu den am besten erhaltenen Orten Europas und eignet sich ideal für eine kleine Zeitreise ins Mittelalter. Wie filmreif die ikonischen Türme der Kathedrale und des Belfrieds, die gepflasterten Gassen und verwinkelten Kanäle sind, hat schon der Klassiker In Bruges bewiesen (große Empfehlung an alle, die ihn noch nicht gesehen haben). Und anders als die Protagonist*innen habt ihr zum Glück jede Menge Zeit, um die City zu erkunden. 

Zum Beispiel im interaktiven Museum Bruges Beer Experience, wo ihr alles über die Tradition des Brauens in Belgien erfahrt. Wusstet ihr etwa, dass belgisches Bier seit 2016 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt? Oder ihr schwingt euch auf den Drahtesel und erkundet die Gegend auf der Route zu den verschwundenen Zwin-Häfen. Sie führt euch zwischen Brügge und dem Naturpark Zwin durch das malerische Damme, an Binnendünen entlang, durch Fischerdörfer und Naturgebiete. Richtig cool: Unterwegs könnt ihr sogar kleine Virtual-Reality-Zeitreisen ins Mittelalter machen.

Unsere Must-dos:

  • Brügger Innenstadt: UNESCO-Weltkulturerbe
  • Bruges Beer Experience: täglich 10–18 Uhr, mit Verkostung 20 €, ohne 14 € pro Person
  • Route zu den verschwundenen Zwin-Häfen: 58 km durch Fischerdörfer und mit Virtual-Reality-Erlebnis

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Weiter zum Geheimtipp Gent

Eine 20-minütige Zugfahrt trennt euch von Gent, einer Stadt, die vor Ort gerne als „bestgehütetes Geheimnis Europas“ bezeichnet wird. Denn die Industrievergangenheit hat man hier längst hinter sich gelassen und stattdessen für jede Menge Kreativität Platz gemacht. Neben einem beeindruckenden Museumsviertel warten eine der schönsten Altstädte Belgiens sowie gelebte Bierkultur, in die ihr bei einer geführten Stadttour eintauchen könnt.

Entdecker*innen im Sattel radeln währenddessen auf der Genter Fahrradtour durch Blaarmeersen, den liebsten Freizeitspot der Genter*innen, vorbei an Wiesen, Wasser und Kultur. Alternativ könnt ihr imposante Schlösser und Burgen mit dem Rad entdecken oder auf der Leie-Route entlang des Flusses durch die Künstlerdörfer Deurle und Sint-Martens-Latem bis zum hübschen Schloss Ooidonk fahren.

Unsere Must-dos:

  • Bier-Verkostungstour durch Gent: ab 68,50 € pro Person für öffentliche Tour 
  • Genter Fahrradtour: 39 km durch Stadt und Naturschutzgebiet
  • Schlösser-Tour: 48 km zu den schönsten Schlössern der Region
  • Leie-Route: 52 km durch Künstlerdörfer

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In die Universitätsstadt Leuven

Von Gent aus geht es etwa eine Stunde mit dem Zug weiter nach Leuven, einer charmanten Universitätsstadt voller Geschichte, Kultur und gemütlicher Plätze. Außerdem ist Leuven die Heimat des berühmten Pilsner Biers Stella Artois und damit ein echtes Paradies für Fans des flüssigen Goldes. Neben dem Klassiker warten fruchtige Lambics, spritzige Geuze und kräftige Abteibiere in den Bars und Brauereien der Stadt. Kleiner Geheimtipp für echte Bierfans: In der Brouwerij De Coureur, im Café Belge und im Malz lässt es sich hervorragend abseits der Touristenströme anstoßen.

Und natürlich muss euer Fahrrad auch hier nicht in der Unterkunft warten: Für alle, die die Umgebung am liebsten erstrampeln, gibt es gleich drei wunderbare Strecken in und um die City. Auf der Bouts- und Bierroute düst ihr durch die Altstadt, entdeckt die Werke des flämischen Malers Dieric Bouts und könnt in kleinen Brauereien lokale Biere kosten. Die Meerdal-Route führt euch durch den Nationalpark Wälder von Brabant. Und auf der Horstroute erwarten euch hügelige Landschaften, eine Abtei, Burg, idyllische Brauereien und ein Weinbesucherzentrum.

Tipp: Brüssel liegt genau auf dem Weg von Gent nach Leuven und kann je nach Lust und Laune für einen (bierigen) Zwischenstopp eingeplant werden. 

Unsere Must-dos:

  • Brauerei Stella Artois: individuelle Touren samstags und sonntags, 17,50 € pro Person
  • Bouts- und Bierroute: 46 km vom Grote Markt vorbei an Kunst und Brauereien
  • Meerdal-Route: 32 km von der Altstadt durch den Nationalpark
  • Horstroute: 39 km voller abwechslungsreicher Highlights rund um Leuven

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Ab nach Mechelen 

Weiter geht’s etwa 20 Minuten mit dem Zug ins charmante Städtchen Mechelen. Ganz nach dem Motto Klein, aber oho schafft es dieses oft stark unterschätzte Schmuckstück bestimmt, eure Erwartungen zu übertreffen. Neben historischen Gassen und gemütlichen Plätzen zum Verweilen steht hier die Sankt-Romboutskathedrale, eines der Wahrzeichen Flanderns. Und wer den Turm erklimmt, wird mit einem fantastischen Blick über die Dächer Mechelens belohnt. 

Zum Radfahren können wir euch die 61 Kilometer lange Route um Mechelen und Boom empfehlen. Hier radelt ihr entlang von mehreren Flüssen durch Naturgebiete, vorbei an Seen und kleinen Dörfern. Unterwegs laden immer wieder Highlights zu Verschnaufpausen ein. Unser Tipp: die traditionsreiche Brouwerij Het Anker, wo das dunkle und karamellige Gouden Carolus gebraut wird.

Unsere Must-dos:

  • Sankt-Romboutskathedrale: Turm mit Skywalk, Erwachsene 8 € pro Person
  • Mechelen-Boom-Route: 61 km rund um Mechelen und Boom
  • Brouwerij Het Anker: Führungen für 16 € pro Person

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Abschluss in Antwerpen

Weitere 20 Minuten Zugfahrt später steigt ihr auch schon in Antwerpen aus, dem perfekten Abschluss eurer Reise durch Flandern. Die elegante Hafenstadt verbindet historische Sehenswürdigkeiten mit einer modernen Kreativszene. Auch Barockpionier Peter Paul Rubens fühlte sich hier inspiriert und hinterließ einige seiner schönsten Werke in der Liebfrauenkathedrale

Wer die Highlights der City im Schnelldurchlauf erleben möchte, tritt am besten kräftig in die Pedale und radelt vom Antwerpen-Centraal über Parks und Museumsviertel bis hinunter zur Schelde. Der ideale Zwischenstopp ist die traditionsreiche Brouwerij De Koninck, wo das typische Antwerpener Bolleke gebraut wird. Was eurem Urlaub in Flandern letztendlich noch die (Schaum-)Krone aufsetzt? Klar: ein Abstecher ins Hafenviertel Eilandje. Genießt die Aussicht aus der zehnten Etage im MAS – Museum aan de Strom und gönnt euch ein abschließendes Biertschi mit Blick auf die Docks.

Und natürlich dürft ihr Belgien nicht verlassen, ohne die traditionellen Pommes probiert zu haben. Im Frites Atelier gibt’s die sogar with a twist – von Parmesan mit Basilikum über Indo Peanut bis zu Flemish Beef Stew.

Unsere Must-dos:

  • Liebfrauenkathedrale: samstags & sonntags im Bistro De Plek mit Innenhof entspannen
  • Highlight-Tour durch Antwerpen: 26 km vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt
  • Brouwerij De Koninck: interaktive Tour ab 15,90 €, private und Gruppenverkostungen
  • MAS: Zugang zum Panoramadach gratis, kostenloser Eintritt zu Ausstellungen bis 25 Jahre

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Noch mehr Radtouren gefällig? Dann werft unbedingt einen Blick auf Flanders’ Finest Radwege. Und wer noch mehr über die belgische Biertradition erfahren möchte, schaut am besten hier vorbei.

Artikel aktualisiert am 18.03.2026
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